Krapfen selber machen muss nicht schwer sein! CLUB WIEN zeigt, wie es geht. Mahlzeit! © iStockphoto

 

Faschingskrapfen selbst gemacht

Fasching ohne Krapfen? Sicher nicht! Doch wie schwer ist es eigentlich, die Krapfen selbst zu machen? CLUB WIEN zeigt HobbybäckerInnen und allen, die es noch werden wollen, wie es geht.

Was wäre der Fasching ohne Krapfen? Das beliebte Gebäck aus Germteig stammt aus dem Mittelalter. Damals wurde weit strenger gefastet als heute. Wobei man neben Fleisch auch auf alle anderen tierischen Produkte verzichtete. Eier- und Schmalzvorräte mussten vor Aschermittwoch verbraucht werden. Dazu war das runde, oft süß gefüllte Gebäck aus Germteig bestens geeignet. Die Süßwaren wurden in Schmalz herausgebacken und drücken bis heute Sinnlichkeit und Lebensfreude aus. Deshalb darf auch bei keiner Faschingssitzung oder -feier und erst recht nicht am Faschingsdienstag das köstliche Gebäck fehlen. CLUB WIEN hat bei Sabine Seidl von DIE UMWELTBERATUNG nachgefragt, wie Faschingskrapfen selbst zu backen sind. Sie verrät uns ein tolles Rezept für köstliche Faschingskrapfen.

So wird's gemacht

Bevor der Backspaß losgehen kann, besorgen Sie sich die richtigen Zutaten. Kleiner Tipp: Kaufen Sie alle Zutaten am besten in Bioqualität. Diese sind pestizidfrei und daher besser für die Umwelt.

Zubereitungszeit: 2,5 Stunden
Rezept für: 15 Stück

Zutaten:

  • 500 Gramm Weizen- oder Dinkelvollkornmehl
  • 250 Milliliter Milch
  • 50 Gramm weiche Butter
  • 250 Gramm Marmelade
  • 2 Eier
  • 2 Eidotter
  • 1 Würfel Germ
  • 50 Gramm Zucker
  • etwas Rum
  • Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Zitrone
  • Pflanzenfett zum Herausbacken

Zubereitung:

Schritt 1: Der Teig – leicht und fluffig

  1. Lösen Sie die Germ in 100 Milliliter lauwarmer Milch auf, geben Sie etwas Zucker dazu und verrühren Sie es gründlich. Achten Sie darauf, dass die Milch nicht zu heiß ist, sonst verliert die Germ ihre Wirkung!
  2. Danach mit dem Mehl und der restlichen Milch zu einem Teig kneten. Suchen Sie ein warmes Plätzchen und lassen Sie den Teig dort zugedeckt für 25 Minuten gehen.
  3. In der Zwischenzeit erwärmen Sie die Butter. Anschließend Dotter, Eier, Zucker, Vanillezucker, Zitrone, Salz und Rum mixen und in die flüssige Butter geben. Alles gut versprudeln.
  4. Nach der Ruhephase arbeiten Sie in den Germteig das Ei-Gemisch ein. Kneten Sie so lange, bis sich ein geschmeidiger, seidig-glatter Teig gebildet hat. Falls der Teig zu flüssig ist, kein Problem. Geben Sie einfach noch etwas Mehl hinzu.
  5. Lassen Sie den Teig anschließend nochmals für etwa 30 Minuten gehen. So werden Ihre Krapfen schön flaumig.

Schritt 2: Der Weg zum Krapfen

  1. Rollen Sie den Teig ungefähr einen Zentimeter dick aus und stechen Sie mit einer Krapfenform oder einem Glas runde Formen aus.
  2. Geben Sie die Marmelade zwischen zwei runde Teigstücke. Kleiner Tipp: Füllen Sie die Krapfen mit selbst gemachter Marmelade, so wissen Sie genau, was drin ist.
  3. Drücken Sie die Ränder zusammen und bringen Sie die zusammengeklebten Stücke nochmals mit der Krapfenform oder dem Glas in Form.
  4. Decken Sie die rohen Krapfen mit einem feuchten, warmen Tuch ab und lassen Sie diese nochmals für 15 Minuten gehen.
  5. Währenddessen können Sie das Backfett auf 180 Grad erhitzen. Verwenden Sie nur qualitativ hochwertiges Fett, möglichst geschmacksneutral wie Kokosfett, gehärtetes Erdnussöl, Sojaöl oder Rapsöl.
  6. Die Krapfen vorsichtig ins heiße Fett geben. Backen Sie die Krapfen so lange, bis sie auf beiden Seiten goldbraun sind. Achtung: Zuerst zugedeckt zwei bis drei Minuten backen, dann die Krapfen wenden und bei offenem Topf weitere drei Minuten herausbacken. So entsteht der schöne weiße Rand.
  7. Anschließend vorsichtig herausheben und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
  8. Etwas abkühlen lassen. Danach mit Staubzucker bestäuben und servieren.

CLUB WIEN und DIE UMWELTBERATUNG wünschen guten Appetit und einen lustigen Fasching.
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