Das i-Tüpfelchen jedes Gerichtes ist die richtige Würze. Umso besser, wenn man die Zutaten dafür aus seinem eigenen kleinen Kräutergarten bekommt. Deshalb zeigen wir Ihnen diesmal, wie Sie aus einer alten Weinkiste ein tolles Beet für Ihre Lieblingskräuter zaubern können. © Bohmann/Weidinger

 

Kräuterkiste zum Selbermachen

20 Grad und es wird noch wärmer … endlich ist der Frühling da und das heißt raus auf den Balkon. Damit dieser zu einem wahren Kräuterparadies wird, braucht es individuelle Blumenkisten. Wir zeigen, wie man diese ganz leicht herstellen kann.

Der Winter ist endlich vorbei. Wer einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten hat, für den heißt das, erstmal einen ordentlichen Winterputz hinzulegen und die Verschmutzungen der kalten und nassen Tage zu beseitigen. Anschließend kann endlich verschönert und gemütlich hergerichtet werden. Doch was braucht es für ein Blumen- und Kräuterparadies am Fensterbänkchen, Balkon, Garten oder auf der Terrasse? Blumen, Kräuter und Sträucher natürlich. Die richtige Dekoration darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag "So machen Sie Ihren Balkon in 6 Schritten frühlingsfit!". Für unseren frühlingshaften Balkon zaubern wir heute ein kleines Kräuterbeet, selbst gemacht aus einer Weinkiste. Die Kräuter dafür bekommen Sie von den Wiener Märkten oder von den Blumengärten Hirschstetten. Wie Sie unikale Gefäße herstellen können, erzählt Ihnen der Vorteilsclub der Stadt Wien wieder einmal in einem DIY-Beitrag und gibt Ihnen eine ausführliche Gebrauchsanleitung für einen coolen Kräutergarten auf Balkonien.

Tipp: Am 9. Mai ist Muttertag! Überraschen Sie Ihre Mama heuer doch mit der selbst gemachten Kräuterkiste und einem anschließenden gemeinsamen Kochen mit den frischen, aromatischen Kräutern.

     

    DIY-Kräuterkiste

    Was gibt es Schöneres beim Kochen, als auf frische und aromatische Kräuter zurückgreifen zu können. So wird selbst das einfachste Gericht zu einem wahren Gaumenschmaus. Zum Glück braucht es für ein Pflanzenbeet nicht immer einen Garten, so zaubern wir uns heute einen herrlichen Kräutergarten für Balkonien. Im folgenden DIY-Beitrag des Vorteilsclubs der Stadt Wien zeigen wir Ihnen, wie Sie aus einer alten Weinkiste oder Holzkiste ein tolles Blumenbeet gestalten können. Dafür brauchen Sie folgende Materialien:

    • eine alte Weinkiste oder Holzkiste (erhältlich im Weingeschäft oder in Supermärkten mit einer Weinabteilung oder eine Holzkiste von den Wiener Märkten)
    • Erde (im Idealfall "Guter Grund" - torffreie Erde der MA 48. Die Erde wird zu 100 Prozent aus natürlichem Kompost aus der Wiener Biotonne hergestellt und ist frei von Torf.)
    • wasserdurchlässiges Kunststoffgewebe oder Unkrautvlies vom Baumarkt
    • Alternativ: eine Plastikabdichtung für die Weinkiste (es reicht auch ein herkömmlicher Müllsack – am besten recycelbar)
    • Kräuter oder Frühlingsblumen
    • kleine Schaufel
    • Klebeband oder Handtacker zum Befestigen der Abdichtung
    Bohren Sie ein paar Löcher an die Unterseite der Kiste. Dadurch kann das Wasser nach dem Gießen leichter abfließen und die Pflanzen können nicht so leicht überwässert werden. © Bohmann/Weidinger
    Wenn Sie einen Plastiksack als Abdichtung verwenden, bohren Sie auch in diesen ein paar Löcher für die Entwässerung hinein. © Bohmann/Weidinger
    Anschließend geben Sie den Plastiksack oder das Gewebe in die Kiste. Achten Sie darauf, dass Sie alle Ecken gut ausstopfen. Danach mit Klebeband oder dem Handtacker am oberen Rand befestigen. © Bohmann/Weidinger

    Schritt 1: Die Weinkiste präparieren

    Bevor die Pflanzen samt der Erde in die Weinkiste einpflanzt werden können, muss die Kiste entsprechend hergerichtet werden. Das heißt: Schneiden Sie aus einem alten Plastiksack oder einem wasserdurchlässigen Kunststoffgewebe ein Rechteck heraus. Dieses muss die Größe der Innenseiten der Weinkiste haben. Am einfachsten geht das, wenn Sie den Plastiksack einfach in die Kiste legen, in alle Kanten gut hineinlegen und anschließend den Sack so abschneiden, dass er noch etwas über den Rand der Kiste hinausschaut. Anschließend machen Sie mit einer Schere oder einem Schraubenschlüssel ein paar Löcher in den Sack, sodass das Wasser beim Gießen abfließen kann. Wenn Sie ein wasserdurchlässiges Kunststoffgewebe verwenden, erübrigt sich dieser Schritt.

    Damit der Sack oder das Gewebe gut hält, können Sie diesen mit einem Handtacker an der Innenseite der Kiste befestigen. Wenn Sie keinen Hantacker zu Hause haben, können Sie den Plastiksack oder das Kunststoffgewebe mit einem Klebeband vorrübergehend befestigen, sodass das Gewebe/Plastik in der Kiste beim Befüllen mit Erde nicht verrutscht. Danach überstehendes Gewebe/Plastik abschneiden, gegebenefalls Klebestreifen entfernen und fertig ist der erste Schritt Ihres selbst gemachten Kräuterbeets.

    Um Staunässe im Kräuterbeet zu vermeiden, geben Sie eine kleine Schicht an Zierkies in die Kiste. So kann das Wasser besser ablaufen. © Bohmann/Weidinger
    Nun die Kräuter von den Untertöpfen befreien und nach Lust und Laune nebeneinander einsetzen. Streuen Sie noch eine kleine Schicht Kies über die Erde. Dieser kann dafür sorgen, dass das Substrat nicht ganz so schnell austrocknet. © Bohmann/Weidinger

    Schritt 2: Das Bepflanzen

    Ist die Kiste erst einmal richtig präpariert, können Sie nun die Erde hineingeben. Entfernen Sie anschließend die Pflanztöpfe von den Kräutern. Die Töpfe lassen sich leichter abziehen, wenn der Ballen gut durchfeuchtet ist. Das heißt: Gießen Sie die Pflanzen vorher ein wenig. Danach setzen Sie die Kräuter in die Erde ein. Für einen schönen Effekt sollten Sie die Abstände der Pflanzen relativ eng wählen. Füllen Sie die Lücken zwischen den Pflanzen bis etwa zwei Fingerbreit unterhalb des Kistenrands mit Erde auf.

    Doch aufgepasst: Fragen Sie beim Kauf der Kräuter vorher nach, welche Kräuter sich nebeneinander gut vertragen und zusammen eingepflanzt werden können. Zudem brauchen Kräuter wie Basilikum sehr viel Wasser, anders als Minze, die mit recht wenig Wasser gut auskommt. Bekommt Ihr Balkon viel Sonne ab oder steht er meistens im Schatten? Auch auf diesen Aspekt sollten Sie bei der Bepflanzung gut achtgeben. Nicht, dass bereits nach kurzer Zeit aus dem schönen Kräuterparadies ein Pflanzenfriedhof wird.

    Bepflanzungstipp: Sollten Sie nicht so oft zu Hause sein und keine Zeit zum Gießen haben, können Sie zur Erde auch Blähton hinzugeben. Die kleinen Tonkugeln speichern das Wasser und sorgen dafür, dass die Erde länger befeuchtet bleibt. Bevor Sie die Erde in die Kiste füllen, geben Sie zuerst eine starke Schicht Blähton hinein. Anschließend mit Erde auffüllen und Kräuter einpflanzen. Auch feiner Zierkies auf der Erde kann dafür sorgen, dass das Substrat nicht ganz so schnell austrocknet. Eine Schicht Zierkies unter der Erde vermeidet zudem Staunässe.

    Zum Abschluss können Sie Ihre Kiste noch verzieren. Hier wurde die Kiste mittels der Drucktechnik bemalt. Dazu einfach Blätter, Blüten und Co mit etwas Farbe bemalen und anschließend vorsichtig auf das Holz drücken. Feinheiten eventuell nachmalen. © Bohmann/Weidinger
    Zum Abschluss kann gesagt werden, wenn selbst die Katzen vom Ergebnis begeistert sind, können Sie sicher sein, dass Ihre Kiste gelungen ist. Viel Spaß beim Basteln! © Bohmann/Weidinger
    P.S. Falls Sie Haustiere haben, die gerne an Pflanzen naschen, bitte erkundigen Sie sich vorweg, ob diese für Ihre Liebsten wohl nicht giftig sind. © Bohmann/Weidinger

    Schritt 3: Die Pflege

    Ist die Kiste mit frischen und duftenden Kräutern bepflanzt, können Sie das Kistchen nun auf einen endgültigen Platz auf dem Balkon stellen. Abschließend gießen Sie die Pflanzen gut an.

    Aufgepasst: Sollten Sie empfindliche Fliesen oder einen Holzboden haben, legen Sie unter die Kiste etwas Folie oder schneiden Sie ein Stück von einem schwarzen Sack ab, damit das Wasser keine hässlichen Abdrücke hinterlässt.

    Fotowettbewerb „Blühendes Zuhause“

    Sie sind vom Ergebnis Ihrer Kräuter- und Blumenbeete begeistert und wollen Ihre schöne Grünoase auch der Öffentlichkeit präsentieren? Dann aufgepasst, denn auch heuer findet der beliebte Fotowettbewerb "Blühendes Zuhause – gute Nachbarschaft" der Stadt Wien statt. Was das bedeutet? Schwingen Sie die Gartenschere, düngen Sie noch mal ordentlich nach, natürlich nur mit Bioqualität, zupfen Sie schnell das Unkraut und kappen Sie Verwelktes und Verblühtes. Zum Abschluss nochmals mit bunten Windrädern, Lichterketten oder lustigen Gartenzwergen dekorieren, ein Foto Ihres blühenden Zuhause machen und bis zum 22. August 2021 hier hochladen: Beim Fotowettbewerb bekommen die schönsten privaten Grünoasen die Chance auf ein Stockerlplatz und werden bei einem Gala-Abend – sofern die Pandemie erlaubt – im September ausgezeichnet. Zudem erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Gutschein für ein CEWE-Fotoprodukt im Wert von 30 Euro.

    Der Vorteilsclub der Stadt Wien wünscht Ihnen viel Spaß beim Basteln und anschließendem Kochen mit Kräutern aus Ihrem eigenen Kräuterparadies und ganz viel Glück beim Wettbewerb!