Selbst Joghurt anrühren macht eingefleischten DIY-TüftlerInnen mit Sicherheit Spaß. © Bohmann

 

Wir machen uns selbst Joghurt

Die „Do it yourself“-Bewegung, kurz DIY, ist auf dem Vormarsch. Kein Wunder, man kann sich ja so gut wie alles selbst machen, sogar Joghurt! Das mussten wir prompt testen.

Was ist das Beste daran, Joghurt selbst zu machen? Man muss eigentlich nichts tun. Die eigentliche Arbeit leisten eifrige Bakterien. In jedem Joghurt gibt es eine Joghurtkultur, also eine individuelle Zusammenstellung von Bakterien. Die ist nicht immer gleich. Wenn man also ein Joghurt als Ausgangsbasis verwendet, kann man mithilfe der Joghurtkultur ganz leicht mehr Joghurt daraus machen. Wir starten also nicht bei null, sondern nutzen den natürlichen Prozess eines Milcherzeugnisses.

Übrigens: DIE UMWELTBERATUNG ist ein absolutes Online-Paradies für DIY-Freundinnen und -Freunde. Dort finden Sie etliche Anleitungen und Ideen, wie Sie für den Eigenbedarf basteln, kochen und erschaffen können. Das Beste daran ist, dass die DIY-Bewegung nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch für die Umwelt eine wahre Erleichterung ist. Wir sparen so nicht nur Ressourcen, sondern vor allem auch Verpackungsmaterial. Auch unser DIY-Joghurt-Rezept stammt natürlich von DIE UMWELTBERATUNG.

Los geht’s also mit dem Projekt Joghurt. Wir brauchen dazu nur einen Liter Vollmilch, 200 Gramm Joghurt, das mindestens 3,6 Prozent Fett haben muss, sowie ein paar Gläser.

Wir machen Joghurt

Bevor wir loslegen, waschen wir die Gläser heiß aus. Es ist auch keine schlechte Idee, sie im Rohr zu sterilisieren. Dazu stellen wir den Ofen auf 140 Grad und parken die Gläser zehn Minuten in der vorgeheizten Apparatur.

Jetzt erhitzen wir die Vollmilch. Unter ständigem Rühren lassen wir diese einmal aufkochen. Dann nehmen wir den Topf vom Herd und lassen die Milch auf eine lauwarme Temperatur abkühlen. Einstweilen stellen wir schon einmal das Joghurt bereit. Ist die Milch ausreichend abgekühlt, rühren wir dieses mit einem Schneebesen unter. Ist das erledigt, füllen wir die Milch in unsere Gläser.

Jetzt heißt es warten. Wir lassen die „beimpfte“ Milch mindestens zwölf Stunden, besser über Nacht, stehen. Unsere Arbeit ist fürs Erste getan, jetzt sind die Bakterien dran. Die Gläser decken wir mit einem Geschirrtuch ab. Nicht verschließen, das würde den Prozess ruinieren.

Die Bakterien werden es schon richten

Am nächsten Tag die Kontrolle: Es ist geschafft! Aus der Milch ist ein cremiges Joghurt geworden. Die Konsistenz ist eher flüssig, nicht allzu fest, aber definitiv joghurtartig. Mission Joghurt war erfolgreich!

Das fertige Produkt hält sich wenige Tage im Kühlschrank, also zuschlagen, solange es geht. Am besten schmeckt es natürlich mit frischem Obst und/oder ein wenig Honig. Das Ganze sollte übrigens auch mit Ziegenmilch klappen.

Fazit: Aus Milch machen wir mit wenig Joghurt ganz einfach viel Joghurt! Wer seinen DIY-Status auf den nächsten Level heben möchte, ist hiermit gut bedient. Falls Sie meinen, der Aufwand lohnt sich nicht, dann ist das DIY-Joghurt vielleicht nicht Ihr Fall. Wir hatten jedenfalls Spaß und geschmeckt hat es auch sehr gut.