So erstrahlt eine alte Bank in neuem Glanz. Tipps und Tricks gibt's in unserem Artikel. © DIE UMWELTBERATUNG/Margit Lessney

 

Aus Alt mach Neu: DIY-Gartenmöbel

Ob eine Sitzbank aus alten Paletten, ein schmuckes Gartentischchen im Vintage-Stil oder eine Weinkellerbank mit frisch lackierter Lehne. Aus Alt mach Neu lautet die Devise. Wie das funktioniert? CLUB WIEN und DIE UMWELTBERATUNG geben Tipps.

Endlich ist der Frühling da und langsam, aber doch kann der Garten, die Terrasse oder der Balkon frühlingsfit gemacht werden. So heißt es, die Freiflächen erstmals ordentlich reinigen und raus mit den Gartenmöbeln aus dem Winterquartier. Dass ein Gartentischchen, ein Gartenstuhl oder eine Gartenbank während der kalten Jahreszeit ein wenig verwittert ist, kann leicht vorkommen. Häufig ist das der Moment, in dem der Wunsch zu einer Um- oder Neugestaltung der Terrasse aufkommt. Doch das muss nicht immer gleich bedeuten: Altes raus, Neues rein. Renovieren ist die Devise und das kann ganz einfach sein. CLUB WIEN hat bei der UMWELTBERATUNG nachgefragt, wie man aus alten Gartenmöbeln coole neue Vintage-Stücke für draußen macht.

Mit den folgenden einfachen Tricks wird aus einer alten Weinkeller-Bank eine neue Gartenbank. So funktioniert es:

 

Schritt 1: Die richtige Vorbereitung

Bevor es richtig losgehen kann, muss die zu reparierende Bank ordentlich gereinigt werden. Das heißt, sie muss frei von Fett, Rost oder alten Lackresten sein. Oft haben sich übers Jahr neben Schmutz mitunter auch Moos, Algen und Flechten sowie chlorophyllhaltige Mikroorganismen breit gemacht, die schlimmstenfalls einen Grünbelag bilden. Also nichts wie weg damit!

  • Abbeizen von alten Lackresten: Wenn Sie den Lack chemisch oder mechanisch abbeizen müssen, achten Sie darauf, immer gut zu lüften. Noch besser für die Gesundheit ist, im Freien den alten Lack abzubeizen. Verwenden Sie dazu immer Handschuhe und eine Schutzbrille.
  • Wenn Sie den Lack abschleifen, tragen Sie eine Feinstoffmaske.
  • Je nachdem wie beschädigt oder abgenutzt die Gartenbank ist, verwenden Sie dementsprechendes Werkzeug, um den Lack abzuschleifen oder abzutragen. Unsere Weinkellerbank besteht aus verwittertem Holz. Dafür genügt feines Schleifpapier. So kann die Oberfläche gut abgeschliffen und für die nächste Lackierung angeraut werden.

Schritt 2: Auswahl des richtigen Lacks

Ob deckender Lack, transparente Lasur, die die Holzmaserung durchscheinen lässt, oder ein natürliches Öl, das tief in die Holzporen einzieht - es gibt viele unterschiedliche Varianten, um Ihre Gartenmöbel in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Achten Sie dabei immer darauf, Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen zu verwenden. Damit treffen Sie die bessere Wahl, da diese meist ohne petrochemische Lösungsmittel produziert werden und daher besser für unsere Umwelt sind. Orientieren Sie sich beim Kauf an staatlich anerkannten Gütesiegeln für umweltschonende Produkte wie dem Österreichischen Umweltzeichen, dem Europäischen Umweltzeichen, natureplus oder dem Blauen Engel.

Schritt 3: Das Streichen

Damit das Holz im Außenbereich gut geschützt ist, sollten Sie vorweg einen Imprägnieranstrich machen. Streichen Sie die einzelnen Bretter und lassen Sie das Holz anschließend vier Stunden trocknen. Danach wird der Lack aufgetragen. Lesen Sie zuvor die Hinweise auf dem Produkt durch, um den Lack auch richtig anzuwenden. Tragen Sie das Produkt mit dem Pinsel oder einer Rolle auf. Um Lacknasen und Tropfen zu verhindern, sollten Sie die einzelnen Teile liegend lackieren.

Schritt 4: Trocknen lassen

Lassen Sie die frisch lackierte Bank nun fünf bis sechs Stunden trocknen. Fertig ist die neue schicke Gartenbank. Mit ein paar Blumentöpfen wird sie mit Sicherheit ein toller Hingucker.

Schritt 5: Dekoration

Machen Sie Ihre Gartenbank zu einem Unikat. Bringen Sie Fotos Ihrer Liebsten an. Diese können foliert werden und halten so der Witterung stand. In der nächsten Saison können sie getauscht werden. Handgemalte Blumen oder Muster in vielen verschiedenen Farben sorgen für das gewisse Etwas. Kaufen Sie dazu wasserfeste Farben, die für Holz geeignet sind. Malen Sie die Blumen freihändig oder mit Schablonen auf. Wie wäre es mit einem Druckmuster? Verwenden Sie hierzu alte Kartoffeln, die zum Verzehr nicht mehr geeignet sind, aber noch gut zum Basteln verwendet werden können. Kartoffel in der Hälfte durchschneiden, ein Muster schnitzen und dieses mit Farbe bemalen. Anschließend aufs Holz drucken. Für Haltbarkeit sorgt eine finale Schicht Klarlack.
-> Die Anleitung zur Renovierung alter Gartenmöbel hat DIE UMWELTBERATUNG für die Website www.wenigermist.at gestaltet.

Viel Spaß beim Renovieren und Dekorieren.