Für einen reibungslosen, für die Fahrgäste sicheren und bequemen Fahrbetrieb bedarf es einiges an Technik. © Wiener Linien/Manfred Helmer

So funktionieren die Wiener Linien

Die Technik hinter den Wiener Linien sorgt dafür, dass alles glatt läuft. Doch wie kommen Fahrzeitanzeigen zustande? Wie funktionieren die Bodycams des Sicherheitsteams? Wie wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet? CLUB WIEN hat sich schlau gemacht.

Tag für Tag können die Wiener Linien 2,6 Millionen Fahrten verbuchen und zählten letztes Jahr 961,7 Millionen Fahrgäste. Dabei wurden 2017 77 Millionen Kilometer zurückgelegt, also 210.000 Kilometer jeden Tag. Die Wiener Linien umrunden somit täglich fünf Mal die Erde. Bewältigt wird das mit 450 Bussen, über 500 Straßenbahngarnituren und mehr als 150 U-Bahn-Zügen. Diese werden gewartet und gepflegt, damit auch alles wie am Schnürchen läuft. Doch damit nicht genug: Um die Sicherheit, aber auch die Bequemlichkeit der Fahrgäste zu gewährleisten, bedarf es jeder Menge Technik.

Die Informationen zu den "Zugzielanzeigern" werden während der Fahrt in Echtzeit erstellt. © Wiener Linien/Johannes Zinner

Fahrzeitanzeigen in Echtzeit

Nicht missen möchten die meisten wohl die Fahrzeitanzeigen in den U-Bahn- und bei vielen Straßenbahn- und Busstationen. Hier werden Fahrziel und Dauer bis zur Ankunft des jeweiligen Verkehrsmittels dargestellt. Während des Wartens haben sich wahrscheinlich viele schon gefragt, ob dies in Echtzeit geschieht. Die knappe Antwort: Ja, das tut es. Die Informationen zu den "Zugzielanzeigern", wie sie im Fachjargon heißen, entsteht während der Fahrt und wird im Normalbetrieb automatisch erstellt. Hin und wieder müssen allerdings aus betrieblichen Gründen Änderungen vorgenommen werden. Die entsprechenden Texte werden dann aus der Leitstelle an die Anzeiger gesendet.

Kameras direkt am Körper

Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit August 2017 als Teil des Sicherheitsteams der Wiener Linien unterwegs. Der neueste Bestandteil ihrer Ausrüstung sind Bodycams, also kleine Kameras, die direkt am Körper befestigt sind. Sie dienen nicht nur dazu, im Bedarfsfall die Geschehnisse zu dokumentieren, sondern durch ihre gute Sichtbarkeit dafür zu sorgen, dass es gar nicht erst zu Zwischenfällen kommt. Sie sollen vorbeugend abschreckend und in brenzligen Situationen entspannend wirken.

Das Bild- und Tonmaterial auf den Bodycams darf 48 Stunden lang gespeichert werden. Dann wird es automatisch gelöscht. © Wiener Linien/Johannes Zinner

Wie bei der Videoüberwachung in Fahrzeugen und Stationen wird das Material auf einer Bodycam nur 48 Stunden gespeichert und danach automatisch gelöscht. Dabei werden die Daten über diesen Zeitraum verschlüsselt gesichert. "Lediglich befugte Mitarbeiter mit entsprechender Technik können das Videomaterial nach Anforderung durch die Polizei entschlüsseln", erklärt Daniel Amann von den Wiener Linien. "Die Bodycam wird dazu auf eine Dockingstation gesteckt, dabei werden die darauf gespeicherten Daten extern gespeichert. Gleichzeitig werden die Daten auf der Kamera gelöscht."

Die Bodenmarkierungen sollen das Aus- und Einsteigen erleichtern und werden von den Zügen der U6 händisch angefahren. © Wiener Linien/Christian Jobst

Automatisches und manuelles Bremsen

Fahren U-Bahnen in Stationen ein, fragen sich viele, ob die jeweiligen Fahrerinnen und Fahrer selbst halten oder ob das automatisch eingeleitet wird. Hier lautet die Antwort: sowohl als auch. "U-Bahn-Züge der Linien U1 und U4 können sowohl manuell beschleunigt und gebremst werden als auch halbautomatisch fahren", so Amann. "Das heißt, sie bekommen von der Streckenleitung die Signale, wie schnell sie fahren können. Das gilt natürlich auch für das Einfahren in Stationen. Die U6 basiert auf einem anderen System, hier müssen die Fahrerinnen und Fahrer immer selbst beschleunigen und bremsen." Gibt es spezielle Bodenmarkierungen wie zum Beispiel am Westbahnhof, die das Aus- und Einsteigen erleichtern sollen, werden diese händisch gesteuert angefahren.

Seit Ende 2012 ist Angela Schneider die Stimme der Wiener Linien und bei allen voraufgezeichneten Durchsagen zu hören. © Wiener Linien/Thomas Jantzen

Die Stimme der Wiener Linien

Kommt es zu einer Störung, einer Fahrplanänderung oder sollen andere Informationen seitens der Wiener Linien verbreitet werden, gibt es entsprechende Durchsagen. Dafür gibt es eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Leitstellen für U-Bahn, Bim und Bus sitzen. Meldungen, die oft zum Einsatz kommen, können von einem Sprachspeicher abgerufen werden und werden in den Stationen abgespielt. Hier ist dann die Stimme der Wiener Linien zu hören. Das war von 1968 bis Ende 2012 Franz Kaida, seitdem zeichnet Angela Schneider für das Sprechen der Durchsagen verantwortlich. Davon gibt es mittlerweile eine ganze Menge voraufgezeichnet. Bei dringenden und kurzfristigen Anlässen sprechen die Informationsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter live.

Ein Schienenersatzverkehr wird dann eingerichtet, wenn die zu erwartende Störung länger als eine halbe Stunde dauert. © Wiener Linien/Johannes Zinner

Genau geplanter Schienenersatzverkehr

Dauert die Störung einer U-Bahn-Linie länger als eine halbe Stunde, wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. "Die Anordnung dazu gibt der Einsatzleiter vor Ort, die Leitstelle setzt dann die Maßnahmen um", verrät Daniel Amann. Zurückgegriffen wird dann auf Reservebusse in den Garagen oder es werden Linienbusse von einer bestimmten Linie abgezogen. Das kommt darauf an, wo genau der Schienenersatzverkehr eingerichtet werden soll und wie lange die Störung voraussichtlich dauern wird. Dem Zufall wird dabei nichts überlassen, so Amann: "Für jede U-Bahn-Linie gibt es eine definierte Linienführung und definierte Haltestellen für einen Schienenersatzverkehr." Ans gewünschte Ziel gelangen die Wienerinnen und Wiener auf jeden Fall. Und bei der nächsten Fahrt mit den Wiener Linien sehen Sie vielleicht ab nun so manches mit anderen Augen.

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