Die Zeit der Ausgangsbeschränkung ist vorbei. Abstand halten bleibt weiterhin angesagt. © Bohmann/Andrew Rinkhy

 

Die Stadt wacht auf

Die Corona-Krise stellt die WienerInnen vor große Herausforderungen. Das tägliche Leben kann wieder schrittweise aufgenommen werden. Ohne Schutzmaßnahmen geht es daher nicht. Welche Maßnahmen gelockert wurden, CLUB WIEN verrät es Ihnen.

Aufgrund des vorbildlichen Verhaltens der Wienerinnen und Wiener werden die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus gelockert. Schulen, Geschäfte, Lokale und Museen öffnen, Öffis kehren zum normalen Fahrplan zurück, auf Baustellen wird wieder gearbeitet. All das passiert schrittweise, unter strengen Auflagen und mit einem Appell an die Eigenverantwortung. „Bei allen Maßnahmen steht die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener an erster Stelle“, versichert Bürgermeister Michael Ludwig. „Nebenher müssen wir die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bedenken und die Wirtschaft wieder in Schwung bringen.“

Geschäfte offen

Kleine Geschäfte, Bau- und Gartenmärkte unter 400 Quadratmeter haben bereits seit Mitte April geöffnet. Größere Geschäfte, Einkaufszentren, Friseurgeschäfte, Fußpflege und Maniküre folgten mit 2. Mai. Für alle gilt: Kundinnen und Kunden müssen Maske (zumindest Schal oder Tuch) tragen, den Mindestabstand von einem Meter einhalten und vor der Tür warten, wenn der Andrang groß ist. Derzeit darf sich auf einer Fläche von zehn Quadratmetern nur eine Person aufhalten. Die Öffnungszeiten sind einheitlich von sechs bis 21 Uhr geregelt.

Schulen sperren auf

Auch Schulen nehmen ihren Betrieb wieder auf: Seit 4. Mai haben rund 100.000 Maturantinnen und Maturanten sowie Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen wieder Unterricht. Am 18. Mai folgen 700.000 Schülerinnen und Schüler an den Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen. Die verbleibenden 300.000 Schülerinnen und Schüler kehren am 3. Juni zurück. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation bleibt heuer in den Volksschulen kein Kind sitzen. An allen anderen Schulen ist das Aufsteigen mit einem "Nicht genügend" automatisch, mit mehreren Fünfern auf Beschluss der Klassenkonferenz möglich.

Öffis passen Fahrplan an

Wenn Geschäfte und Schulen offen sind, werden auch die Öffis stärker genutzt. Die Wiener Linien haben frühzeitig darauf reagiert und sind seit April schon in dichteren Intervallen unterwegs. Mit Schulbeginn ab 18. Mai gilt wieder der normale Fahrplan. In den Verkehrsmitteln muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Bauwirtschaft läuft an

Auch in der Bauwirtschaft wird wieder verstärkt gearbeitet. Wien Energie etwa hat in den vergangenen Wochen nur Arbeiten durchgeführt, die für die Versorgungssicherheit notwendig waren. Jetzt herrscht auf mehr als 100 Baustellen mit Arbeiten an Fernwärme-, Fernkälte- und Glasfaserleitungsprojekten wieder reger Betrieb. Das gilt auch für zahlreiche andere Baustellen in Wien, die unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen weitergeführt werden.

Lokale, Museen, Bäder

Lockerungen gibt es auch im Freizeitbereich. Ab 15. Mai dürfen Museen ebenso wieder öffnen wie Cafés, Restaurants und Gasthäuser samt Gastgarten. Sperrstunde ist 23 Uhr. Sitzplätze müssen reserviert werden, es gilt Masken- und Abstandspflicht. Die Wiener Bäder sperren am 29. Mai auf. Die Anzahl der Gäste in Bad und Becken wird limitiert. Neu sind die Preise: ein Euro Eintritt für Kinder, zwei Euro für Jugendliche, Saisonkarten- und Badekartenbesitzerinnen und -besitzer drei Euro für Erwachsene.

Weitere Infos zu den Corona-Maßnahmen in Wien finden Sie auf der Stadt Wien-Homepage.