"Die 'Stadternte Wien' macht den nachhaltigen Einkauf für alle Wienerinnen und Wiener noch einfacher", so Bürgermeister Michael Ludwig. © Bohmann/Andrew Rinkhy

 

Das Gute liegt so nah

Paradeiser, essbare Rosen, Honig und Feigenlikör: Wiens Landwirtschaftsbetriebe sind vielseitig. Ihre Produkte bekommen jetzt ein regionales Gütesiegel.

Endlich ist wieder Kirschenzeit! Und das Beste ist: Die süßen Früchte mussten nicht die weite Reise aus Italien oder Spanien auf sich nehmen – sie wachsen gleich ums Eck. Beim Hofladen in Breitenlee gibt’s rund 30 Tonnen Kirschen jedes Jahr. In der Landwirtschaft des Stifts Schotten gedeihen jährlich außerdem bis zu 2.000 Tonnen Äpfel und fünf Tonnen Zwetschken. Nur ein Betrieb von vielen, die das Qualitäts- und Herkunftssiegel der neuen Regionalmarke "Stadternte Wien" tragen dürfen.

Qualität und Herkunft

Ausschließlich Produkte, die auf Wiener Boden gewachsen sind, zeichnet dieses Siegel aus: Gemischter Satz vom Cobenzl, Gurken aus Simmering von Petra und Judith Fleischhacker, Bier aus Ottakring oder die Gugumuck-Schnecken aus Favoriten. Von den 645 Landwirtschaftsbetrieben sind rund ein Drittel Gartengemüsebaubetriebe, 197 Weinbaubetriebe, 161 Ackerbaubetriebe, 80 Gartenbaubetriebe für Blumen und Zierpflanzen, 16 Tierhaltungsbetriebe, zwölf Feldgemüsebaubetriebe, acht Obstbaubetriebe und drei Forstbetriebe. Rund 4.300 Hektar der 5.700 Hektar Wiener Landwirtschaftsflächen sind Ackerland. 543 Hektar werden für Gartenbau genutzt. Auf 637 Hektar, einer Fläche so groß wie Mariahilf, Neubau, Josefstadt und Alsergrund gemeinsam, wird Wiener Wein angebaut.

Beitrag zum Klimaschutz

"Regional produzierte Lebensmittel sind durch die kurzen Transportwege ein besonders wichtiger Beitrag zum Klimaschutz", betont Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. "Die Wiener Landwirtschaft hat dabei – von Obst und Gemüse bis hin zu Wein und Bier – eine Vielzahl an Produkten zu bieten, die im Stadtgebiet erzeugt werden können und sehr frisch auf den Tisch kommen."

Am besten Bio

Neben Regionalität wird auch biologische Herstellung ge- fördert: Landwirtschaftsbetriebe, die auf Bio umsteigen, erhalten seit 2016 eine Förderung von der Landesregierung. Diese wurde heuer um ein weiteres Jahr verlängert.
Weitere Informationen unterstadternte.wien

 

Nachhaltig essen

Der Wiener Lebensmittelaktionsplan "Wien isst G.U.T.“ (Gesund und genussvoll – Umwelt und klimafreundlich – Tierfair) fasst alle Aktivitäten für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln in Wien zusammen. Dazu gehören Initiativen zur Abfallvermeidung, gesunden und fleischreduzierten Ernährung oder die Förderung von biologischer und tierfreundlicher Landwirtschaft. Außerdem gibt die Umweltschutzabteilung Tipps für Folder und Filme zum Thema und informiert über Studien und Fachtagungen.

Weitere Informationen unter wien.gv.at/umweltschutz/ nachhaltigkeit/wien-isst- gut.html