Im Chocolate Museum Vienna dreht sich alles um Schokolade - inklusive riesengroßer Skulpturen aus der süßen Masse. © Chocolate Museum Vienna

 

Alles ist besser mit Schokolade

Bildung, Unterhaltung, Spaß und jede Menge Schokolade: Im Chocolate Museum Vienna im Wiener Prater kommen nicht nur ausgewiesene SchokoholikerInnen voll auf ihre Kosten. Auch wer schon immer seine eigene Tafel Schoko schöpfen wollte, ist hier richtig.

Schokolade ist längst mehr als ein reines Genussmittel. Sie ist fixer Bestandteil unserer Kultur. Davon legen zahlreiche Filmtitel Zeugnis ab: "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Chocolat" oder "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück", um nur einige zu nennen. Naheliegend also, der süßen Versuchung ein eigenes Museum zu widmen. So geschehen mit dem Chocolate Museum Vienna, das 2017 von den Geschwistern Jovana und Bojan Misaljevic auf 2.000 Quadratmetern im Wiener Prater eröffnet wurde.

Skulpturen aus mehr als 400 Kilogramm Schokolade

Für sie selbst befindet sich das Museum zwar noch im Kleinkindalter. "Hinter dem Konzept steht jedoch ein Familienunternehmen, die Miscal GmbH, das über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Schokoladenindustrie und im Kakaohandel verfügt", klärt Jovana Misaljevic über die Ursprünge des Museums auf. "Außerdem sind wir stolz, dass unser Betrieb stimmberechtigtes Mitglied des Weltkakao- und Schokoladenverbandes FCC in London ist." Hinter den bunten Schauräumen wie etwa dem Dschungel und den aufwendig gestalteten Statuen aus mehr als 400 Kilogramm Schokolade steckt also viel Fachwissen. "Einige der Schokoladeskulpturen brauchten mehr als sechs Monate, bis sie fertig waren", so Jovana Misaljevic.

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Bildung und Unterhaltung gehen im Chocolate Museum Vienna nicht nur Hand in Hand, sondern auch durch den Magen. Während die Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über die beliebte Süßigkeit von der Antike bis heute erfahren, können sie Kakaobohnen und verschiedene im Hause hergestellte Schokoladesorten probieren. Auch historische Verbindungen zwischen Schokolade und der Stadt Wien werden thematisiert. "Wir denken, dass Wien ein einziges großes Museum ist, das eine große Anzahl von Exponaten zu verschiedenen kulturellen Themen vorweist. Die Wienerinnen und Wiener haben eine große Tradition in Sachen Kaffee und Süßigkeiten."

 

Wo Schokolade herkommt

Interessantes zu Gesundheitswesen, fairem Handel oder dem Prozess von der Bohne bis zum Riegel wird hier auch vermittelt. Kindergarten-, Schul- sowie Seniorinnen- und Seniorengruppen finden ihren Weg ins besonders schmackhafte Museum ebenso wie Firmen, die hierher einen Betriebsausflug planen - von zahlreichen Privatpersonen ganz zu schweigen. Ihnen allen soll auf unterhaltsame, interaktive Art und Weise vermittelt werden, wo Schokolade herkommt und mit welchen Mühen die Herstellung der heute überall in unzähligen Varianten erhältlichen Süßigkeit eigentlich verbunden ist. Im sogenannten "Dschungel" etwa wird dies anhand aus Schokolade gefertigter Tiere und Pflanzen dargestellt. Aber immer ohne erhobenen Zeigefinger.

Besonderen Wert legen die Geschwister Misaljevic in ihrem Museum dann auch auf die Qualität der Schokolade, egal ob bei Kostproben oder den lebensgroßen Skulpturen. Die korrekte Beantwortung diverser Quizfragen während des Rundgangs wird zum Beispiel mit Pralinen belohnt. Highlight sind die Workshops, die im Chocolate Museum Vienna angeboten werden. Das Motto lautet dabei "Be a Chocolatier for a Day", also "Seien Sie ein Chocolatier für einen Tag". "Unsere Chocolatiers sind kleine Stars, die ihr Bestes geben, damit Sie sich während des Unterrichts gut aufgehoben und wohlfühlen", erzählt Jovana Misaljevic. "Sie verraten unseren Besucherinnen und Besuchern alle Tricks, wie man die beste Schokolade herstellt. Eine der Spezialitäten des Workshops ist die Herstellung aztekischer Schokolade mit antiken Werkzeugen nach altem Rezept."

Hochzeit dank Schokolade

Wie sich alles um eine derart sinnliche Sache wie Schokolade dreht, sind auch Begegnungen zwischenmenschlicher Art nahezu vorprogrammiert. Jovana Misaljevic: "Wir hatten ein Paar, das sich zum ersten Mal im Museum getroffen hat. Nach kurzer Zeit haben die beiden geheiratet. Ein Fernsehsender aus Norwegen hat sogar einen Dokumentarfilm über dieses Paar und unser Museum gedreht. Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass das Chocolate Museum Vienna der perfekte Ort ist, um einen Seelenverwandten zu treffen."

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