Buch? Check! Couch? Check! Kakao? Check! Der Herbst kann kommen, erst recht mit den Buchtipps der Büchereien Wien. © Getty Images

 

Die Bücher für Ihren Leseherbst

Das Laub fällt, die Tage werden kürzer und endlich darf man das ganze Wochenende ohne schlechtes Gewissen auf der Couch verbringen. Fehlt nur noch das perfekte Buch! CLUB WIEN hat sich von den Büchereien Wien ein paar heiße Tipps geben lassen.

Den Herbst muss man in vollen Zügen genießen. Nach dem Sommer und den schier endlosen Frischluftaktivitäten ist es nun an der Zeit, sich mit der Couch anzufreunden. Ein kalter Abend, eine heiße Tasse Kakao und ein gutes Buch: Was will man mehr?

Bleibt nur noch die Frage: Welches Buch soll man denn nun eigentlich lesen? CLUB WIEN hat bei den absoluten Profis nachgefragt, bei den Büchereien Wien. Das Team hat uns eine feine Liste gemacht, mit der Sie ohne Probleme über den Leseherbst und sogar den Lesewinter kommen sollten. Diese und viele weitere tolle Bücher finden Sie in den Büchereien Wien.

Da bleibt uns nur noch, viel Spaß beim Lesen zu wünschen!

Claudia Bitter: Kennzeichnung

In kühler, knapper Sprache zeichnet Bitter ein Gesellschaftssystem, das jegliche Individualität unterdrückt. Die restriktive Struktur wird plötzlich von einem angeblich von „Auswärtigen“ eingeschleppten Virus bedroht … Das Buch zur Krise.

Nicolas Mathieu: Rose Royal

Nicolas Mathieu ist ein grandioser Erzähler, der mit knappen Mitteln überzeugende Charaktere und Spannung schafft. Im konkreten Fall wäre aber mehr tatsächlich mehr gewesen.

Lana Lux: Jägerin und Sammlerin

Die Geschichte einer gescheiterten Mutter-Tochter-Beziehung. Aus der Perspektive beider Protagonistinnen erzählt, zeichnet sich der Roman durch psychologisches Gespür und Authentizität aus.

Joe R. Lansdale: Ein feiner dunkler Riss

Der amerikanische Krimi- und Horror-Autor Joe R. Lansdale erzählt mit feinem Humor eine an Tom Sawyer erinnernde Abenteuergeschichte und gleichzeitig eine nur einen Sommer währende Coming-of-Age-Story.

Liz Moore: Long Bright River

Liz Moore verknüpft einen Kriminalfall, die Geschichte einer dysfunktionalen Familie und die Soziografie ihrer Heimatstadt Philadelphia zu einem Roman von großer emotionaler Wucht.

Lawrence Osborne: Denen man vergibt

In Lawrence Osbornes Culture-Clash-Tragödie sind ausnahmslos alle Protagonistinnen und Protagonisten moralisch fragwürdig, auf Läuterung wartet man vergeblich.

Nina Bußmann: Große Ferien

Eindringlich und atmosphärisch dicht schildert Bußmann das Leben eines Lehrers, der nach einem nicht näher erläuterten „Zwischenfall“ mit einem Schüler in Frührente geschickt worden ist. Die Sprache erinnert an Thomas Bernhard, was nun nicht die schlechteste Referenz ist.

Andrzej Stasiuk: Hinter der Blechwand

In Stasiuks Geschichte passiert im Prinzip nicht viel und dennoch vermag sie über 300 Seiten hinweg zu fesseln. Das „Roadmovie“ durch die osteuropäische Provinz glänzt mit harscher Kapitalismuskritik, drastischer Sozialreportage und poetischen Landschaftsbildern.

Candice Carty-Williams: Queenie

Die Geschichte einer jungen Frau, die an einer gescheiterten Beziehung zu zerbrechen droht. Das liest sich sehr viel lustiger, als es klingt; gleichzeitig lernt man in dieser Tragikomödie auch einiges über Alltagsrassismus.

Naomi J. Williams: Die letzten Entdecker

Das Buch über eine desaströs endende Schifffahrtsexpedition im 18. Jahrhundert beruht auf historischen Fakten, ist aber dann am stärksten, wenn Williams ihrer Fantasie freien Lauf lässt.

Gertraud Klemm: Erbsenzählen

Einmal mehr erzählt Gertraud Klemm von nicht gesellschaftskonformen weiblichen Lebensentwürfen. Das ist nicht zuletzt dank ihres bösen Humors recht kurzweilig, die finale Wendung ist nur leider etwas platt geraten.

Lize Spit: Und es schmilzt

Autobiografisch fundierter Coming-of-Age-Roman über eine horrible Jugend am Land inklusive Rachestory als Rahmenhandlung. Warten Sie nicht auf den Film, der könnte übel werden.