Wo in Wien magst du wohnen? Zahlreiche Wohnangebote vom Studierendenheim bis zur Mietwohnung stehen zur Verfügung. © PID/Schaub-Walzer

Wohnen in Wien für Studierende

Starte dein Studierendenleben in einer eigenen Mietwohnung. Wir bieten dir einen virtuellen Rundgang durch das Wiener Wohnungsangebot, einen Wegweiser zu Rechtsfragen und Tipps von ExpertInnen.

Am Beginn des Studiums jagt eine Frage die nächste. Was studieren, wo und an welcher Uni? Du hast dich für eine der über 30 Wiener Hochschulen entschieden? Gabriele Aigner-Tax von der Wohnberatung Wien kennt das Angebot: "Der Wiener Wohnungsmarkt ist sehr vielfältig und bietet unterschiedliche Möglichkeiten. Allerdings ist auch die Nachfrage nach Wohnungen derzeit sehr hoch, weshalb es ratsam ist, sich schon möglichst früh mit der Abklärung der jeweiligen Wünsche und der Möglichkeiten zu beschäftigen." Neben dem geförderten und kommunalen Wohnbau gibt es im privaten Wohnungsbereich zusätzlich zu Studierendenwohnheimen noch viele weitere Möglichkeiten, in Wien eine Wohnmöglichkeit zu finden. Wo die Vorteile und Nachteile liegen, was du beachten solltest und wie du an Infos gelangst: Wir bieten den Überblick. 

Genau schauen und schnell sichern, das empfiehlt Philip Flacke aus dem Vorsitzteam der Österreichischen HochschülerInnenschaft Bundesvertretung Studierenden bei der Wohnungssuche in Wien. © Luiza Puiu

Zeit ist Geld

Wir haben mit Philip Flacke aus dem Vorsitzteam der Österreichischen HochschülerInnenschaft Bundesvertretung gesprochen. Sein erster Rat lautet: "Zeit einplanen für die Wohnungssuche. Es ist wichtig, eine Planungsdauer von mindestens zwei bis drei Monaten zu haben." Dabei ist der Zeitpunkt der Suche entscheidend. Wenn du lange vor Studienbeginn die Wohnung deiner Träume findest und sie schnell für dich sichern willst, kommen Mietzahlungen schon vor dem eigentlichen Uni-Start auf dich zu. Im Herbst wird es hingegen eng auf dem Wohnungsmarkt. "Viele müssen dann vorübergehend auf überteuerte oder Wohnangebote mit geringerem Komfort und langen Kündigungsfristen zurückgreifen. Da passiert es schon mal, dass wir von Wohnungen mit Duschkopf über der Toilette erfahren. Das lässt sich vermeiden, wenn man nur früh genug mit der Suche anfängt", so Flacke.

Willkommen in Wien

Obwohl die Bundeshauptstadt das Bundesland mit der kleinsten Fläche ist, hat Wien die größte Anzahl von Einwohnerinnen und Einwohnern sowie die meisten Wohnungen. 2011 waren es laut Registerzählung rund 150.000 Wohngebäude und rund 100.000 Wohnungen. Doch es werden immer mehr, vor allem in den großen Bezirken Donaustadt, Floridsdorf und Simmering. Ob in Donaunähe, am grünen Stadtrand oder in der geschäftigen Innenstadt, jeder Bezirk hat seine Vorzüge. Oft ist das Wohnen nicht nur eine Frage der bevorzugten Gegend, sondern auch der finanziellen Möglichkeiten. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: "Gerade junge Menschen, die noch in Ausbildung oder am Anfang ihres Berufslebens stehen, benötigen erschwinglichen Wohnraum. Wien baut deshalb das Wohnangebot für die junge Generation sukzessive aus. Das Spektrum ist vielfältig und reicht von Heimplätzen für Studierende über Wohngemeinschaften bis hin zu Gemeinde- und SMART-Wohnungen. Durch das neue JungwienerInnen-Darlehen wird zudem der Einstieg in den geförderten Wohnbau erleichtert."

Studierendenheim, Wohngemeinschaft oder Mietwohnung, wozu würde Experte Philip Flacke raten? "Auf diese Frage gibt es keine richtige Antwort. Es kommt auf die Person an und was ihr wichtig ist." Das sind die Vorteile und Nachteile kurz zusammengefasst.

Das Paket

Das Studierendenheim ist die bequemste Art, zu einer Unterkunft zu kommen. Man hat weniger Aufwand bei der Beschaffung, die Einstiegskosten sind geringer und die Ausgaben kalkulierbar. Es bietet den Vorteil des Gemeinschaftsgefühls, dafür gibt es aber Punkteabzug bei der Privatsphäre. Das Angebot ist groß, aber auch die Nachfrage. Deswegen solltest du dir bei Interesse möglichst schnell einen Platz sichern. Deshalb hat die Stadt Wien in den vergangenen zehn Jahren allein in die Errichtung von rund 4.480 Studierendenheimplätzen Fördermittel im Gesamtausmaß von 62,4 Millionen Euro investiert. Etwa in das Studierendenwohnheim "Greenhouse" in aspern Seestadt, errichtet in Passivbauweise.

Der Mittelweg

Der Vorteil einer Wohngemeinschaft ist, dass man mit anderen Menschen zusammenlebt und so die Kosten und den Aufwand für die Instandhaltung teilt. Hat man Glück bei der Auswahl der Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, ist die Wohngemeinschaft eine tolle Variante, bei der sich das Bedürfnis nach Gesellschaft und der Wunsch nach Privatsphäre die Waage halten.

Ein eigenes Reich

Eine eigene Mitwohnung, in der man uneingeschränkt herrschen kann, ist mit organisatorischem Aufwand und meist höheren Kosten verbunden.

Mieten in Wien

Ein Recherchebesuch im schönen Wien ist im Vorfeld der Wohnungssuche sehr empfehlenswert. Mach dir ein Bild von der Stadt und deiner bevorzugten Wohngegend. Du wirst dich sicher fragen, was sich hinter den schnörkeligen Gründerzeitfassaden, den weitläufigen Gemeindebauten und den funkelnden Neubauten verbirgt? Meistens Mietwohnungen, denn etwa 76 Prozent der Privathaushalte leben in Miete, das sind mehr als drei Viertel. Damit ist die Wiener Mietquote im Bundesländervergleich besonders hoch. Innerhalb der Hauptmietwohnungen wird nach Gemeinde-, Genossenschafts- und privat vermieteten Wohnungen differenziert. 36 Prozent der Hauptmietwohnungen sind von Privatpersonen angemietet, das sind etwa vier von zehn. 35 Prozent, also ähnlich viele, werden als Genossenschaftswohnungen bewohnt. 21 Prozent der Hauptmietwohnung werden von der Gemeinde vermietet, das entspricht beinahe jeder fünften Hauptmietwohnung. Wienerinnen und Wiener zahlen im Durchschnitt 14,17 Euro Miete pro Quadratmeter. Besonders günstig sind Gemeindebauten, deren Miete bei maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter liegt.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig im Gespräch mit Studentinnen. © PID/Christian Jobst

Wohnen bei der Stadt

Wien unterstützt den Bau und die Sanierung von Wohnungen in Form der Wohnbauförderung. Diese Objekte sind in der Regel günstiger als privat vermietete Wohnungen. Die Gründe für das Engagement der Stadt Wien liegen laut Wohnbaustadt Michael Ludwig auf der Hand: "Gerade für junge Menschen spielen individuelle Wünsche und monatliche Kosten bei der ersten Wohnung eine entscheidende Rolle. Der soziale Wohnbau in Wien bietet maßgeschneidertes und kostengünstiges Wohnen für unterschiedliche Ansprüche." 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener leben in gemeindeeigenen und geförderten Wohnungen. Deren Mieten sind direkt an den Richtwert gekoppelt. Das bedeutet: keine Befristungen, keinerlei Zuschläge, keine Provisionen und keine Kautionen. Die rund 220.000 besonders günstigen Gemeindewohnungen werden etwa von Wiener Wohnen verwaltet, saniert und bewirtschaftet. Bis 2020 werden insgesamt 4.000 neue Gemeindewohnungen in Umsetzung kommen.

Die Vergabe von geförderten Wohnungen erfolgt zu einem Teil über die Stadt Wien, konkret über die Wohnberatung Wien. Das restliche Kontingent wird direkt über die jeweiligen Bauträger vergeben. Grundvoraussetzung für die Anmeldung für eine geförderte Wohnung über die Wohnberatung Wien ist ein Mindestalter von 17 Jahren und die österreichische oder eine gleichgestellte Staatsbürgerschaft. Außerdem muss man zwei Jahre lang in Wien an derselben Adresse mit Hauptwohnsitz gemeldet sein und darf gewisse Einkommenshöchstgrenzen nicht überschreiten. Es gibt aber Voraussetzungen, unter denen sich Studierende für geförderte Wohnungen anmelden können.

Städtische Finanzspritzen

Die Stadt bietet neben günstigen Wohnungen einige weitere Förderungen, die für junge Menschen infrage kommen. Mit der Wohnbeihilfe unterstützt die Stadt Wien etwa Personen mit geringem Einkommen. Wohnbeihilfe wird sowohl für gefördert errichtete beziehungsweise sanierte Wohnungen als auch für private Mietwohnungen ausbezahlt. Auch Angehörige von Wohngemeinschaften können Wohnbeihilfe beantragen. Bei Antragstellung solltest du nicht nur deine persönliche finanzielle Situation korrekt angeben, sondern auch jene deiner Eltern. In Wien werden nämlich die Unterhaltspflichten der Eltern zum Einkommen gerechnet. Infos zur Förderung gibt es direkt bei der MA 50, Wohnbeihilfe oder bei der Wohnrechtsberatung der Österreichischen HochschülerInnenschaft.

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