Es gibt viele Möglichkeiten als Studentin oder Student Geld zu sparen. © PID/Schaub-Walzer

Studieren muss nicht teuer sein

Das Leben als StudentIn kann mitunter recht kostenintensiv sein. Doch was tun, wenn die Zeit nicht für einen Nebenjob reicht und das Geld knapp wird? Wir fassen zusammen, welche Beihilfen die Stadt StudentInnen bietet und wie man richtig Geld sparen kann.

Viele Studierende sind während der Dauer ihres Studiums auf den Erhalt von Beihilfen angewiesen. Besonders staatliche Unterstützungen sind für sie wichtig. Aber auch das private finanzielle "unter die Arme greifen", meist vonseiten der Eltern, ist ein bedeutender Teil ihres Einkommens.

Studienbeihilfe

Auf diese Beihilfe haben österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie gleichgestellte Ausländerinnen und Ausländer und Staatenlose Anspruch. Für den Bezug dieser Beihilfe sind zwei Voraussetzungen notwendig:

  • die soziale Förderungswürdigkeit und
  • der günstige Studienerfolg

Das bedeutet Einkommen, Familienstand und Familiengröße sind ausschlaggebend dafür, ob man eine Förderung erhält. Günstiger Studienerfolg bedeutet, man muss Studienerfolgsnachweise in einer bestimmten Zeit erbringen. Sind diese Kriterien alle erfüllt, kann man bei der Studienbeihilfenbehörde einen Antrag stellen.

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Wie hoch die Beihilfe ausfällt, ist jeweils verschieden. Weitere Informationen dazu gibt die Studienbeihilfenbehörde

Familienbeihilfe

Als Studentin oder Student hat man bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres Anspruch auf Familienbeihilfe. Diese Unterstützung gilt, wenn man selbst oder die Eltern einen Wohnsitz in Österreich haben. Um die Familienbeihilfe zu bekommen, darf man eine gewisse Studiendauer nicht überschreiten. Dabei gilt die gesetzliche Mindeststudiendauer plus Toleranzsemester. Die Höhe der Familienbeihilfe ergibt sich aus dem Alter (ab 19 Jahren 162 Euro pro Monat) und der Geschwisterstaffelung. Je mehr Geschwister in einer Familie die Familienbeihilfe beziehen, desto höher fällt sie aus. Weitere Informationen dazu findest du hier.

Wohnbeihilfe

Wohnt man als Studentin oder Student in Wien und hat nur ein geringes Einkommen zur Verfügung, kann man Wohnbeihilfe beantragen. Ob und wie viel Beihilfe man bekommt, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Staatsbürgerschaft
  • Haushaltsgröße
  • Haushaltseinkommen (das Einkommen aller im Haushalt lebenden Personen)
  • Wohnungsgröße
  • Wohnungsaufwand

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Koordiniert wird die Wohnbeihilfe von der MA 50, Wohnbauförderung. Hier kann man auch den Antrag stellen.

Unterhalt

Eltern haben die Aufgabe gegenüber ihren Kindern, bis zu deren Selbsterhaltungsfähigkeit Unterhalt zu leisten. Zumindest zu einem Teil. Das kann entweder in Naturalien sein (Wohnung, Nahrungsmittel, Bekleidung) oder finanzieller Art.

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Nähere Auskünfte dazu gibt die MAG ELF, Amt für Jugend und Familie

Stipendien

"Fleiß zahlt sich aus", wie ein altes Sprichwort so schön sagt. Die Stadt Wien vergibt Stipendien für besondere Leistungen. Diese teilen sich wie folgt auf:

·      Stipendien für Diplomarbeiten und Dissertationen

Studierende in Wien haben die Möglichkeit, für die Fertigstellung ihrer Diplomarbeit beziehungsweise ihrer Dissertation Förderstipendien zu beantragen. Dafür müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Zum Beispiel muss das Thema der Arbeit einen unmittelbaren Wien-Bezug haben. Nähere Auskünfte zur Einreichung gibt die MA 7, Kulturabteilung der Stadt Wien.

·      Wiener Literatur Stipendium
Hier stellt die Stadt vier Jahresstipendien zur Verfügung. Diese bekommen ausgewählte Wiener Autorinnen und Autoren, die sich länger der Fertigung eines größeren schriftstellerischen Projektes widmen, in der Höhe von rund 1.000 Euro. Vergeben werden diese Stipendien vom amtsführenden Stadtrat für Kultur und Wissenschaft, Dr. Andreas Mailath-Pokorny, aufgrund eines Vorschlages einer unabhängigen Fachjury. Weitere Informationen erhältst du hier.

·      Wiener Dramatik Stipendium

Drei Wiener Dramatikerinnen und Dramatiker dürfen sich über jeweils ein Jahresstipendium freuen. Die Höhe beträgt monatlich jeweils rund 1.000 Euro. Die Vergabe erfolgt wie beim Wiener Literatur Stipendium. Weitere Informationen erhältst du hier.

·      Elias-Canetti-Stipendium

Dieses Stipendium stellt die Stadt Wien zu Ehren des Nobelpreisträgers für Literatur, Elias Canetti, zur Verfügung. Es werden ebenfalls, wie beim Wiener Literatur Stipendium, vier Wiener Autorinnen und Autoren auserwählt. Die Dauer für den Erhalt beträgt ein Jahr und kann maximal bis auf drei Jahre ausgedehnt werden. Weitere Informationen erhältst du hier.

Zusätzlich vergibt die Kulturabteilung der Stadt Wien Arbeits- und Reisestipendien für Übersetzerinnen und Übersetzer. Hier gibt es nähere Informationen zu Ausschreibung, Einreichfrist und den erforderlichen Unterlagen.

Clever sparen

Als Studentin oder Student muss man nicht automatisch jeden Cent zwei Mal umdrehen. Wer gescheit ist, achtet auf sogenannte "Studentenrabatte". Die gewähren viele Unternehmen. Das betrifft nicht nur kostenintensive Anschaffungen wie Notebooks oder Drucker. Auch Eintritte oder Lebensmittel können günstiger erworben werden. Gut zu wissen: Auch Versicherungen und Banken geben häufig Rabatt.

Der gültige Studierendenausweis ist quasi nicht nur "Eintrittskarte" zu Uni und FH. Er öffnet auch viele Türen zu Freibädern, Museen oder Theatern günstiger. In der Volksoper Wien gibt es beispielsweise ein Kontingent für Studierende. Auch diverse Kinos bieten Studentinnen und Studenten Vergünstigungen an. Das Naturhistorische Museum etwa kann man als Studentin oder Student um die Hälfte des Eintrittspreises für Erwachsene erkunden. Auch reisen lässt es sich als Studierende oder Studierender kostengünstiger. Beispielsweise mit der Vorteilscard der ÖBB oder dem Studententicket der Wiener Linien. Jetzt im Sommer besonders beliebt: die ermäßigten Bäderkarten für städtische Schwimmbäder.

Kostengünstig essen

Jeder Studierende macht während des Studiums früher oder später Bekanntschaft mit der Mensa. Die Uni Wien und die MedUni bieten spezielle Rabatte auf jedes Menü. Auch viele Lokale rund um die Bildungsanstalten haben meist besondere Angebote für Studentinnen und Studenten.

Noch eine Möglichkeit, Geld zu sparen, ist das neue Konzept des sogenannten "Foodsharing". Das Prinzip ist einfach: Es sollen keine Lebensmittel weggeworfen werden. Stattdessen sollen andere etwas davon haben. Jetzt in der Urlaubszeit bietet es sich zum Beispiel an, noch gute Lebensmittel einfach an die WG-Nachbarinnen und -Nachbarn zu verschenken, bevor man wegfährt. Alternativ können sie auch bei sozialen Einrichtungen wie der Wiener Tafel abgegeben werden.

Park & Study

In Wien gibt es für Studierende die Möglichkeit, günstig in der Nähe der Universität zu parken. Spezielle Angebote gibt es in den Garagen der Wirtschaftsuniversität, der Technischen Universität und in der Votivpark-Garage. Zur Verfügung stehen sowohl Dauerparkkarten als auch Kurzparkkarten.

Bücher- und Skripten-Tauschbörsen

Es muss nicht immer das teure neue Buch sein. Als Studentin oder Student braucht man bekanntlich einiges an Lesestoff. Der muss aber nicht immer druckfrisch sein. Gut erhaltene gebrauchte Exemplare gibt es häufig zu echten Schnäppchenpreisen. Im Internet gibt es diverse Bücherbörsen wie beispielsweise die Seite www.zweitbuch.org.

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