Mehr als 60 Prozent der Wiener Bevölkerung wohnt im kommunalen und geförderten Wohnbau. © WSW J. Fetz

Endlich zu Hause in Wien

Du bist "zuagrast" zum Studieren und fühlst dich schon zu Hause in Wien? Wenn du auch weiterhin in der Hauptstadt leben möchtest, solltest du über die Wohnangebote der Stadt Wien Bescheid wissen.

Die ersten Semester sind geschafft. Das Studium läuft gut und du überlegst, ein Masterstudium "dranzuhängen". Oder gar ein Doktoratsstudium zu beginnen? Vielleicht hast du auch schon einen ersten Job in Aussicht? Oder du möchtest die vielen neuen Freundschaften sowie die Wiener Lebensqualität nach dem Studium nicht aufgeben? Das musst du auch nicht. Wien bietet jungen Menschen viele Möglichkeiten, Fuß zu fassen. Die Stadt sorgt mit ihrem Wohnungsangebot, sowohl aus dem Bestand als auch im Wohnungsneubau, dafür, dass auch weiterhin erschwinglicher Wohnraum zur Verfügung steht.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig betont: "Mir ist der Bau von geförderten, kostengünstigen, qualitätsvollen, innovativen und ökologisch nachhaltigen Wohnungen für junge Menschen besonders wichtig." Jährlich entstehen in Wien rund 10.000 neue Wohneinheiten, davon etwa 7.000 aus dem geförderten Bereich. In keiner anderen europäischen Stadt wird so viel gebaut.

Wohnen in Wien

Mehr als 60 Prozent der Wiener Bevölkerung wohnen derzeit im kommunalen und geförderten Wohnbau. Für die besonders begehrten Gemeindewohnungen zahlen Wienerinnen und Wiener etwa maximal 7,50 Euro Miete pro Quadratmeter. Der Durchschnittswert der Mieten für ganz Wien liegt fast doppelt so hoch, bei 14,17 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten im Gemeindebau sowie im geförderten Wohnbau sind nämlich direkt an den Richtwert gekoppelt, sofern die Wohnung den Voraussetzungen für die Berechnung des Richtwertes entspricht. Damit ist sichergestellt, dass keine Teuerung über der allgemeinen Inflationsanpassung möglich ist. Es gibt auch keinerlei Zuschläge oder Provisionen für Maklerinnen und Makler. Doch wie kommt man an eine günstige Gemeindewohnung oder geförderte Wohnung?

Mit dem Wiener Wohn-Ticket zur eigenen Wohnung. © Ludwig Schedl

Die Vergabe

Um sicherzustellen, dass die Wohnangebote dort ankommen, wo sie gebraucht werden, erfolgt die Vergabe von geförderten Wohnungen zu einem Teil über die Stadt Wien. Konkret über die Wohnberatung Wien, die 25 Prozent im sanierten Altbau und zwischen einem Drittel und 50 Prozent der geförderten Wohnungen vergibt. Dieses Angebot umfasst neben sanierten Altbauwohnungen und neu errichteten Objekten auch Wohnungen, die bereits bezogen waren und daher im Bereich Wiedervermietung angeboten werden. Nach erfolgreicher Registrierung auf www.wohnberatung-wien.at erhalten Wohnungssuchende ihr Wiener Wohn-Ticket und können sich damit für geförderte und Gemeindewohnungen eintragen. Laut Gabriele Aigner-Tax lohnt sich der Blick auf die Homepage auch zu Recherchezwecken: "Sie bietet auch eine Übersicht über alle geförderten Objekte, die entweder aktuell angeboten werden oder in absehbarer Zukunft in die Vergabe kommen."

Die Voraussetzungen

Als Grundvoraussetzung für das Wiener Wohn-Ticket gilt:

  • Vollendung des 17. Lebensjahres
  • Die österreichische Staatsbürgerschaft oder eine gleichgestellte Staatsbürgerschaft. Etwa die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes, des Europäischen Wirtschaftsraums oder der Schweiz.
  • Zweijähriger Hauptwohnsitz in Wien an der Einreichadresse
  • Unterschreitung der Einkommenshöchstgrenzen. Derzeit liegt sie bei 3.172,14 Euro Netto-Einkommen im Monat für eine Person.  

Wenn du einen oder mehrere dieser Punkte nicht erfüllst, hast du die Möglichkeit, dich direkt über den jeweiligen Bauträger für das restliche Kontingent anzumelden. Dabei ist im Regelfall nur die Einkommenshöchstgrenze zu beachten.

Aktiv werden. Auch Studierende können sich für Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen eintragen. © WSW J. Fetz

Wohnbedarf

Für die Vergabe von Gemeindewohnungen, SMART-Wohnungen und günstigen geförderten Wohnungen unter 10.000 Euro Eigenmittel gelten nicht nur die genannten Grundvoraussetzungen. Auch das Vorliegen eines begründeten Wohnbedarfs wird berücksichtigt. Der ist gegeben, wenn die derzeitige Wohnung überbelegt ist. Also wenn mehr Menschen darin wohnen, als für die Wohnung vorgesehen. Auch für Personen mit besonderen Bedürfnissen kann Bedarf an einer altersgerechten oder barrierefreien Wohnung bestehen. Für Studierende ist der begründete Wohnbedarf im Fall einer Hausstandsgründung meistens gegeben.

Aktion für Studierende

Auch Studierende können sich laut Gabriele Aigner-Tax von der Wohnberatung Wien für eine geförderte Wohnung oder Gemeindewohnung anmelden: "Studierende aus den Bundesländern können sich für Wohnungen eintragen, sofern die Einkommensgrenze nicht überschritten wird und der Hauptwohnsitz die letzten zwei Jahre durchgehend an der aktuellen Einreichadresse bestanden hat. Das ist etwa beim Wohnen im Studentenheim häufig der Fall." 

Wer jünger als 26 Jahre ist und an einer Wiener Universität oder Fachhochschule inskribiert ist, kann im Rahmen der Wohnungsaktion für Studierende ein Wohnungsangebot aus dem Pool der Gemeindewohnungen erhalten. Das Angebot gilt jedoch nur einmalig. Dabei gelten die österreichische Staatsbürgerschaft oder eine gleichgestellte Staatsbürgerschaft sowie die Unterschreitung der Einkommenshöchstgrenzen als Voraussetzung. Wichtig ist auch, dass du seit einem Jahr ohne Unterbrechung deinen Haupt- oder Nebenwohnsitz in einem Wiener Studentenheim hast und den entsprechenden Nutzungsvertrag vorweisen kannst.

Jährlich fördert die Stadt Wien den Neubau von rund 500 Heimplätzen für Studierende und Lehrlinge. Für sie sind keine Eigenmittel nötig. In der Miete sind die Möblierung, Strom und Heizung und in der Regel auch der Internetzugang inkludiert.

Ähnliche Möglichkeiten haben auch Lehrlinge und Jungarbeitnehmerinnen sowie Jungarbeitnehmer, die keinen Hauptwohnsitz in Wien haben. Sie müssen aber zum Zeitpunkt der Einreichung nachweisen, dass sie einen Hauptwohnsitz in einem der acht anderen österreichischen Bundesländer für mindestens ein Jahr innegehabt haben.

Aktiv werden

Der Wohnungsmarkt ist sehr vielfältig und bietet unterschiedliche Möglichkeiten. Dabei gilt es laut Gabriele Aigner-Tax, den Überblick zu bewahren und vorauszuplanen: "Die Nachfrage nach Wohnungen ist derzeit sehr hoch, deshalb ist es ratsam, sich möglichst frühzeitig mit der Abklärung der jeweiligen Wünsche und der Möglichkeiten zu beschäftigen." Zu Recherchezwecken empfiehlt  Gabriele Aigner-Tax den Folder "Junges Wohnen in Wien" und die Homepage der Wohnberatung Wien oder auch den interaktiven Wegweiser zur eigenen Wiener Wohnung unter www.wohncheck.at.

Jungen Familien wird der Start in Wien erleichtert. © Stadt Wien/Wiener Wohnen

Junges Wohnen in Wien

Allein 2015 wurden im Rahmen der JungwienerInnen-Aktion bereits mehr als 1.900 Wohnungen vergeben. Und es ist mehr geplant. In den kommenden fünf Jahren werden 4.000 neue Gemeindewohnungen mit einer maximalen Bruttomiete von 7,50 Euro pro Quadratmeter auf Schiene gebracht, für die keine Eigenmittel zu entrichten sind. Auch die ersten SMART-Wohnungen des neuen Wohnbauprogramms, das speziell junge Menschen ansprechen soll, wurden bereits ihren Mieterinnen und Mietern übergeben. 3.000 SMART-Wohnungen befinden sich in Umsetzung. Die für ihre Anmietung nötigen Eigenmittel betragen maximal 60 Euro pro Quadratmeter, die Miete liegt bei maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter. Zusätzlich zu der JungwienerInnen-Aktion bei Wiener Wohnen, dem SMART-Wohnbauprogramm, den Angeboten für Studierende und Lehrlinge sowie den neuen Gemeindewohnungen wird mit dem neuen JungwienerInnen-Darlehen die Unterstützung für junge Wohnungssuchende zusätzlich ausgebaut.

JungwienerInnen unterstützen

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig erklärt: "Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten wird es vor allem für junge Menschen in Ausbildung, Alleinerziehende, aber auch Jungfamilien schwierig, den Finanzierungsbeitrag ihrer Wohnung durch Bankdarlehen zu finanzieren. Aus diesem Grund wird diese Gruppe zukünftig bei der Finanzierung der Eigenmittel einer geförderten Wohnung mit dem JungwienerInnen-Darlehen noch stärker unterstützt."

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