Das von der Wirtschaftsagentur Wien geförderte Robo Wunderkind bringt Kindern spielerisch die Grundlagen des Programmierens näher. © Robo Wunderkind

Robo Wunderkind: Der neue Freund im Klassenzimmer

Seit Jahrzehnten spielen Kinder mit Bausteinen. Robo Wunderkind katapultiert das Konzept jetzt direkt ins 21. Jahrhundert. Mit wenigen Handgriffen können Kinder ihre eigenen Roboter bauen. Die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt das Projekt.

Er fährt ein Mal rund um den Tisch, macht ein Foto und parkt gemütlich neben dem Laptop. Robo Wunderkind ist ein programmierbarer Roboter für Kinder ab fünf Jahren. "Wir wollen mit unserer Entwicklung Kinder in die Welt des Programmierens und der Robotik einführen", sagt Andra Coros von Robo Wunderkind.

Ein Roboter erobert die Welt

Das Besondere: Der Roboter funktioniert nach dem Baukastenprinzip. Es gibt insgesamt 15 verschiedene Bauteile, darunter Motoren, Bewegungs- und Lichtsensoren oder Kameras. Die kann man beliebig miteinander kombinieren und so unterschiedliche Roboter erschaffen. Die elektronischen Teile sind ganz sicher von Bauklötzen umschlossen, man muss sie nur zusammenstecken. Gesteuert wird der Miniroboter mit einer App.

Video: Robo Wunderkind

Das Unternehmen Robo Technologies wurde vor drei Jahren in Wien gegründet und ist ein Musterbeispiel für den internationalen Wirtschaftsraum Wien. Gegründet wurde es vom Kasachen Rustem Akishbekov, der an der TU Wien studierte. Anna Iarotska und Yuriy Levin ergänzten kurz darauf die Geschäftsführung. Die Teammitglieder stammen aus der Ukraine, Kanada, Italien und Österreich. Andra Coros ist Rumänin und vom Schmelztiegel Wien begeistert. "Die Start-up-Szene in Wien ist noch nicht riesig, wächst aber laufend und wird immer besser. Uns gefällt es hier enorm gut", sagt Andra. 

Förderungen halfen beim Unternehmensstart

Dankbar ist man auch der Stadt Wien. "Wir wurden von Anfang an stark unterstützt. Die Wirtschaftsagentur Wien etwa hat uns mit einer 'departure pioneer'-Förderung von 25.000 Euro geholfen." Robo Wunderkind verdankt seinen erfolgreichen Beginn auch einer Kickstarter-Kampagne, die Bestellungen aus 60 Ländern einbrachte. Aktuell wird die erste Welle an Robotern produziert, 2.000 sollen im August an Schulen ausgeliefert werden. 

Yuriy Levin, Anna Iarotska und Rustem Akishbekov leiten Robo Technologies GmbH. © Zoe Opratko

Das Basteln ist nicht nur lehrreich, es macht auch Spaß. Vor Ort kombiniert das Team gerade einen Roboter. Herzstück ist das Systemmodul. Dieser orange Baustein enthält alle wichtigen Komponenten, etwa die Batterie, den Computer und auch die Lautsprecher. Der blaue Motorblock macht den Roboter mobil. Vorne steckt man eine Kamera an, zwei Bewegungssensoren machen die Steuerung greifbarer. Schlussendlich kommen links und rechts Räder dran und schon ist der Roboter einsatzbereit.

Das Robo Wunderkind kann man in den unterschiedlichsten Kombinationen zusammenstellen. © Robo Wunderkind

Hallo, mein Freund!

Der Zugriff auf den Roboter funktioniert mit einer App. In der App kann man die Bausteine auf die Steuerungsfläche ziehen. Man sieht zum Beispiel beide Räder und kann jedes individuell steuern. So fährt man nach vorne, nach hinten oder in Kurven. Alles, was man tun muss, ist einen Regler zu schieben. "So können die Kinder ganz einfach erforschen, was möglich ist, und erhalten ein Verständnis davon, wie Programmieren funktioniert. Schon Fünfjährige können den Roboter bedienen, man muss dazu gar nicht einmal lesen können, die App stellt alle Funktionen und Kombinationen grafisch dar", erklärt Andra Coros.

Kinder können zum Beispiel Sounds abspielen. Dazu gibt es einige, die in der App vorgespeichert sind. Man kann aber auch selbst Text für das Robo Wunderkind aufnehmen. So kann man ihn sagen lassen, was man möchte. "Hallo, mein menschlicher Freund!", erweist sich zum Beispiel als Renner. Die Kamera bringt alles, was der Roboter sieht, direkt auf Smartphone und Co. Das Tool kann aber noch mehr. Man kann die Kamera zum Beispiel so einstellen, dass sie jedes Mal, wenn sich jemand nähert, ein Bild macht. Die Bewegungssensorbausteine machen es möglich.

Links sehen Sie einen Verbindungsbaustein, in der Mitte den Systemstein in dem sich unter anderem der Prozessor befindet und rechts einen Bewegungssensor. © Robo Wunderkind

Wie ist das Wetter draußen Robo Wunderkind?

Ein Highlight ist der Meteosensor. Er kann Luftfeuchtigkeit, -druck und auch die Temperatur messen. So wird das Robo Wunderkind zum Spähtrupp in Sachen Schlechtwetter. Der Lichtsensor erkennt Licht und kann darauf reagieren. Man kann zum Beispiel einstellen, dass sich der Roboter immer zu Lichtquellen bewegt. Alle diese Optionen sind vereinfachte Programmiervorgänge, die das Team so weit nach unten skaliert hat, dass die Bedienung im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht ist.

"In Zukunft wird Programmieren ein wichtiger Teil unseres Lebens sein und auch die Robotik wird die Kinder von heute durch ihr Leben begleiten", sagt Andra. "Robo Wunderkind ermöglicht eine spielerische Einführung in die Thematik und führt dazu, dass es später ein Leichtes ist, sich in der Welt des Programmierens zurechtzufinden."

Dass sich aber auch Erwachsene am Robo Wunderkind erfreuen werden, steht außer Frage. Denn wie man weiß, tüfteln die großen Kinder mindestens so gerne wie die kleinen.

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