Preise der Stadt Wien und Ernst-Krenek-Preis: Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny gratuliert den Preisträgerinnen und Preisträgern. © PID/Christian Jobst

Wiens kreativste Köpfe

Am 9. November wurden die Preise der Stadt Wien verliehen. Die PreisträgerInnen aus den Bereichen Literatur, Musik, Architektur oder Medizinische Wissenschaften zeigen: Wien ist kreativ, innovativ und produktiv.

Die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger der Stadt Wien liest sich wie ein "Who's who" der Kultur und Wissenschaft: Kiki Kogelnik, Konrad Paul Liessmann, Marie Albu-Jahoda, Elfriede Jelinek, Christoph Zielinski, Renée Schroeder, Hugo Portisch, Rudolf Taschner. Ziel dieser Auszeichnung, die seit dem Jahr 1947 vergeben wird, ist, das Potenzial der Künstlerinnen und Künstler, Wissenschafterinnen und Wissenschafter in Wien sichtbar zu machen. Die Preise der Stadt Wien sind mit je 8.000 Euro dotiert. Die Verleihung fand im festlich geschmückten Stadtsenatssitzungssaal im Rathaus statt. Den musikalischen Part der Zeremonie bildeten Werke von Pia Palme und Thomas Wally, die als Preisträgerin beziehungsweise Preisträger auch anwesend waren.

Tradition und Gegenwart

Die Auszeichnungen hat Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny übergeben: "Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrücklich, dass Wien auf dem Gebiet der Kunst und Wissenschaften nicht nur auf eine große Tradition zurückblicken kann, sondern dass diese Stadt auch ein anspruchsvolles zeitgenössisches Schaffen vorweisen kann." Wer ausgezeichnet wird, bestimmt eine unabhängige Fachjury.

Renate Welsh

Die Kinder- und Jugendbuchautorin Renate Welsh - unter anderem bekannt für "Das Vamperl" - hielt die Festrede. Ihr wurde der Preis der Stadt Wien in der Kategorie Literatur zugesprochen. "Eine lebendige Demokratie setzt ständigen Dialog voraus und die Bereitschaft zum Wandel. Die Bedrohung der Demokratie ist auch eine Bedrohung der Kultur", sagt sie. Die Kultur könne den Angstmacherinnen und Angstmachern eine Menge entgegensetzen: Jedes Buch, jedes Bild, jede Musik sei eine Einladung und Aufforderung, Stellung zu beziehen.

Die Kinder- und Jugendbuchautorin Renate Welsh hielt die Festrede. © PID/Christian Jobst

Thomas Wally

Thomas Wally ist Komponist, Violinist und Lehrbeauftragter an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er bekam den Preis der Stadt Wien im Bereich Musik.

Architekturbüro querkraft

Das Team von querkraft hat unter anderem das Museum Liaunig erdacht, die Eingangshalle des Technischen Museums Wien umgestaltet oder den Bildungscampus im 22. Bezirk geplant. Das Architekturbüro wurde ebenfalls von der Stadt Wien ausgezeichnet.

Sonja Gangl, Gudrun Kampl, Karin Mack, Jorg Hartig

Gleich vier Künstlerinnen und Künstler wurden im Bereich Bildende Kunst geehrt. Sonja Gangl setzt sich in ihren Zeichnungen mit Medien wie Film und Fotografie auseinander. Gudrun Kampl arbeitet mit unterschiedlichsten Materialien und setzt sich in ihrer Arbeit unter anderem mit dem menschlichen Körper auseinander. Die Film- und Fotokünstlerin Karin Mack zeigt zum Beispiel Berge, Wasser, Pflanzen in digitalen Fotomontagen und beschäftigt sich mit der Problematik der globalisierten Welt. Jorg Hartig, geboren 1932, schöpft die Motive für seine großformatigen Bilder aus den Eindrücken der modernen Welt, ihrer Zivilisation und Kultur.

Christine Mannhalter

Die Biotechnologin, Hämatologin und Hochschullehrerin an der Medizinischen Universität Wien ist die Preisträgerin in Medizinischen Wissenschaften.

Walter Schachermayer

Beruflich befasst sich der Universitätsprofessor an der Universität Wien mit dem Thema Finanzmathematik. In der Sparte Natur- und Technische Wissenschaften bekam er den Preis der Stadt Wien überreicht.

Helmut Pechlaner

Man kennt ihn als engagierten und launigen Direktor des Schönbrunner Tiergartens. Der gelernte Tierarzt, jetzt im Ruhestand, Ehrenpräsident des WWF und Mitglied des Universitätsrats der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wurde für sein Engagement in der Volksbildung geehrt.

Wolfgang Lutz

Der Demograf mit den Schwerpunkten Bevölkerungsentwicklung und Bildung erhielt den Preis der Stadt Wien für Geistes-, Kultur-, Sozial- und Rechtswissenschaften.

Pia Palme

Den Ernst-Krenek-Preis, der jedes zweite Jahr verliehen wird, erhielt die Komponistin, Sound-Artistin und Experimentalistin Pia Palme für ihre Komposition "MORDACIOUS LIPS, TO DUST". Klang, Raumanordnung, Text und Körperlichkeit sind Eckpfeiler ihrer Werke.

Der Wissenschaftsjournalist Hellmut Butterweck bedankte sich stellvertretend für alle Preisträgerinnen und Preisträger. © PID/Christian Jobst

Hellmut Butterweck

Der Wissenschaftsjournalist und Theaterkritiker wurde in der Sparte Publizistik ausgezeichnet. Er ist 1927 in Wien geboren. In seiner Dankesrede erinnerte er sich an seine Eindrücke als Zehnjähriger in der Pogromnacht am 9. November 1938. Heute erlebe er ein erschreckendes Déjà-vu: "Trotzdem wiederholt sich Geschichte nicht, sie erfindet immer wieder einen neuen Wahnsinn."

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