Die „Virtostage“ auf dem Weg in den ersten Stock des Hauses der Musik macht Lust darauf, mehr zu erleben. © Haus der Musik/R. Froese

Innovative und interaktive Musikvermittlung

Das Haus der Musik lockt Jung und Alt mit vielseitigen Zugängen in seine Ausstellung. Im Klangmuseum in der Wiener Innenstadt steht besonders die Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche im Fokus.

Schon die ersten Schritte in die Ausstellung ziehen Besucherinnen und Besucher in den Bann der Welt der Musik: Das Berühren jeder Stufe der Klangtreppe, die in den ersten Stock des Museums führt, erzeugt einen Ton, der auf einem Paneel an der Wand als Note aufleuchtet. Kinder und Erwachsene erkennen so spielerisch den Zusammenhang zwischen Tönen und Noten. Hier, wie im gesamten Haus der Musik, steht sowohl der Spaß an der Musik als auch der pädagogische Aspekt im Fokus. "Den Menschen gefällt, dass sie reinkommen und sich etwas tut!", meint Elisabeth Bauer, die im Haus der Musik für Musikvermittlung zuständig ist. "Wir sind ein vierstöckiges, interaktives Klangmuseum. Es ist sinnlich und genau das unterscheidet uns von allen anderen Museen. Bei uns heißt es nicht 'Du darfst nichts angreifen!', bei uns heißt es: 'Greif' etwas an!'." Kinder und Jugendliche kommen an Terminals intermedial mit Musik in Berührung und können ihr Wissen durch wissenschaftliche Fakten an Wandpaneelen vertiefen. Musikinteressierte haben außerdem viele Möglichkeiten, selbst Musik und Töne zu erzeugen.

Musik selbst produzieren

Besonders eindrucksvoll wird Interaktivität im Museum im dritten Stock, der den "großen Meistern" gewidmet ist, zur Schau gestellt. Beim "Virtuellen Dirigenten" können sich Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber den Wunsch erfüllen, selbst ein Orchester zu dirigieren. Ein Sensor erkennt, wie sich der Taktstock bewegt, und das Spielverhalten der Philharmoniker auf der Leinwand verändert sich. Sind die MusikerInnen zufrieden mit ihrer Dirigentin oder ihrem Dirigenten, applaudieren sie. Sind sie es nicht, reagieren sie mit Beschwerden. Das sorgt für Erheiterung, hat aber einen pädagogischen Nutzen: Kinder und Jugendliche entwickeln so ein Verständnis für den Zusammenhang zwischen den Handbewegungen der Dirigentinnen und Dirigenten und dem Spiel des Orchesters.

Unterrichtsmaterial für PädagogInnen

Das Haus der Musik stellt gratis pädagogische Materialien zur Vor- und Nachbereitung des Museumsbesuchs zur Verfügung. Eines der Ziele der Arbeitsblätter ist, dass sich Schülerinnen und Schüler durch spielerische Auseinandersetzung Fakten zu bekannten Komponisten und den Wiener Philharmonikern einprägen. Inhalt der Materialien sind auch die Besonderheiten verschiedener Instrumente. Beim Arbeitsblatt "Raum-Klang-Erlebnis" können sich Kinder die Rieseninstrumente, die sie im Haus der Musik spielen können, anhören. Diese sollen sie dann den Gruppen der Orchesterinstrumente zuordnen. Auch Hörbeispiele aus der Pränataldiagnostik, die es im zweiten Stock des Hauses der Musik zu erleben gibt, können Pädagoginnen und Pädagogen im Unterricht verwenden.

Mit allen Sinnen erleben, was ein Embryo empfindet – das ist im zweiten Stock, der „Sonosphäre“, im Haus der Musik möglich. © Haus der Musik/I. Prader

Individuelle Führungen

Neben der eigenständigen Auseinandersetzung mit der Musik bei interaktiven Stationen bietet das fachkundige Museumsteam verschiedene Führungen an. "Wir versuchen uns sehr individuell auf Zielgruppen einzustellen. Für Kindergartenkinder präsentieren wir unter anderem das 'Zookonzert', bei dem Kinder durch Bewegungen das Geschehen auf einer Leinwand verändern", sagt Elisabeth Bauer. Volksschulklassen erhalten Einblicke in Klangphänomene, Unter- und Oberstufenklassen erfahren viel über die Lebensumstände berühmter Komponisten und können in der "Sonosphäre" Töne erforschen. Das Team vom Haus der Musik bietet außerdem Rundgänge an, die Schwerpunkte auf bestimmte Themenbereiche und Altersgruppen setzen, damit Lehrerinnen und Lehrer den Museumsbesuch optimal auf den Lehrplan abstimmen können. Lehrkräfte haben die Möglichkeit, sich bei einem Rundgang erklären zu lassen, wie sie Schulklassen und Kindergartengruppen am besten durch die Ausstellung begleiten. Elisabeth Bauer ist vom Nutzen der vielseitigen Führungen für Kindergärten und Schulen überzeugt: "Es gibt nichts Besseres, als wenn Musik schon in den Unterricht einfließt." 

Museumstour auf eigene Faust

"Eltern kommen oft zu uns und fragen, was sie mit ihren Kindern im Museum machen können. Dafür gibt es Pauki Knallers Kinder-Tour-Heft mit Rätseln und einem Museumsplan." Das Heft eignet sich außerdem zur Vertiefung der im Museum erlebten Inhalte. Für den Ausstellungsbereich "Die großen Meister" beinhaltet das Heft neben einem Quiz ein Komponisten-Memory: Zu der Karte mit dem Bild von Johann Strauss müssen Kinder eine mit Walzerschritten finden. So merken sie sich spielerisch und nebenbei, dass Strauss hauptsächlich Tanzmusik komponiert hat. Auch die App "Haus der Musik Guide" bietet fundierte Hintergrundinfos, weiterführende Videos und Text. 

Die Bestrebungen, Kinder auf verschiedenen Vermittlungsebenen zu erreichen, führt über individuelle Führungen und pädagogisch wertvolle Arbeitsblätter hinaus: Regelmäßig finden im Haus der Musik unterhaltsame und spannende Kinderkonzerte statt. 

Das Haus der Musik öffnet seine Türen täglich von 10 bis 22 Uhr. Der Eintritt für Kinder unter 12 beträgt 6 Euro, für Kinder ab 12 Jahren 9 Euro und für Erwachsene 13 Euro. Führungen, zum Preis von 1 Euro, können unter 01 513 48 50-26 oder per E-Mail an birgit.mittelmaier@hdm.at gebucht werden.

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