"Kids in Fashion" ging 2017 in seine 23. Runde. © Bohmann/Andrew Rinkhy
Leo Oswald mit einem der umgesetzten Entwürfe © Bohmann/Andrew Rinkhy
Claudia Kritsch beschriftete die ausgewählten Schuhe mit dem Namen des jugendlichen Mannequins. © Bohmann/Andrew Rinkhy
Jusstudentin Isabella (rechts), 19, bekam das Siegermodell aus der Kategorie der 15- bis 21-Jährigen zugeteilt. Sarah Nofal hat es kreiert. © Bohmann/Andrew Rinkhy
Entwurf von Sarah Nofal. © Sarah Nofal
Entwurf von Marlen Vivienne Plaschg als Zeichnung und umgesetzt von einer Modeschülerin. © ClaudiaKoehn_StefanieAnastase_MarlenViviennePlaschg
Entwurf von Iwona Skrzek als Zeichnung und umgesetzt von einer Modeschülerin. © ClaudiaKoehn_StefanieAnastase_IwonaSkrzek
Das weiße Siegermodell aus der Kategorie der Elf- bis 14-Jährigen hat der zwölfjährige Sergei entworfen. Das blaue Kleid von Niko wurde mit dem 3. Platz ausgezeichnet, das gelbe von Ella mit dem ersten. Beide Kinder gehen noch in die Volksschule. © Ella Harwanegg

Kinder machen Mode

Der Bewerb "Kids in Fashion" des Vereins Wiener Jugendzentren kürt Nachwuchsdesignerinnen und -designer von vier bis 21 Jahren. Wir haben bei den Anproben zur großen Show hinter die Kulissen geblickt.

Einer Rose gleich schmiegen sich weiße Stofffleckchen zu einem bauschigen Rock, bei jeder Bewegung wiegen sie auf und ab. Das Oberteil hat weite Glockenärmel und einen Rundausschnitt, ist jedoch ansonsten schlicht gehalten. Nur eine große Blume, zusammengesteckt aus mehreren Lagen Tüll, ziert das Ensemble. Sie haftet an der linken Schulter. Das ist eines der 60 Outfits, das bei der großen Präsentation des jährlichen Kinder- und Jugendmodewettbewerbs "Kids in Fashion" auf dem Laufsteg vorgeführt wurde. Die 21-jährige Studentin Stella steckte drin in der Pracht. Sie hat die entsprechende Größe, die es für den Look braucht.

Die junge Studentin Stella präsentierte das weiße Siegermodell aus der Kategorie der Elf- bis 14-Jährigen. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Extravaganz in Weiß

Gestaltet wurde der extravagante Entwurf von Sergei, einem 12-jährigen, künstlerisch begabten Gymnasiasten. Er hat dafür am 7. Oktober den ersten Preis in der Kategorie der Elf- bis 14-Jährigen verliehen bekommen. In den weiteren zwei Altersgruppen, den Vier- bis Zehnjährigen beziehungsweise den 15- bis 21-Jährigen, gab es ebenfalls je drei Gewinnerinnen und Gewinner beziehungsweise ein Gewinnerinnen-Duo. "Wie jedes Jahr warteten für die spannendsten Kreationen als Belohnung tolle Preise und die detailgetreu nachgeschneiderte Realisierung der Fashion-Fantasien", sagt Leo Oswald, seit 1997 künstlerischer Leiter des Projekts. Tatkräftige Unterstützung erhält er dabei seit Jahren von seiner Assistentin Claudia Kritsch. Und natürlich von den bei jedem Bewerb wechselnden Werkstättenleiterinnen und -leitern sowie den Modeschülerinnen und -schülern, die die ausgewählten Designs umsetzen. Eingereicht wurden von April bis Juni rund 1.500 Zeichnungen. 60 davon wurden während der Sommerferien nachgeschneidert. Heuer unter der Leitung von Stefanie Grißmann und Kerstin Winkels.

Vom Entwurf bis zum Modell

"Kids in Fashion" wurde 1997 vom Verein Wiener Jugendzentren ins Leben gerufen. Die Veranstaltung ermöglicht Kindern und Jugendlichen, ihre eigenen Talente zu entdecken und ihr kreatives Potenzial zu zeigen. "Gleichzeitig lernen sie, ihre Ideen auch in die Realität umzusetzen. Denn hinter der gesamten Durchführung, vom Entwurf bis zum fertigen Modell, stecken die Kinder und Jugendlichen", sagt Leo Oswald.

Werkstättenleiterin Stefanie Grißmann passte die Länge eines Kleides rund einen Monat vor der Show beim Fitting an. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Anprobe auf dem Dachboden

Rund einen Monat vor der Show finden traditionell die Anproben statt. Nicht am Veranstaltungsort, dem MGC St. Marx, sondern auf dem ausgebauten Dachboden des Musischen Zentrums Wien. Bei diesem sogenannten "Fitting" wird entschieden, welches Mädchen oder welcher Junge welchen Entwurf präsentiert. Heuer gab es zwölf Gruppen. In einer stand etwa die Farbe Blau im Vordergrund, in einer anderen wiederum Weiß. In dieser war Sergeis Look zu sehen. Dann gab es Zusammenstellungen von "Crazy"-Looks oder Cocktailkleidern.

Die meisten Mädels sind schon häufiger für "Kids in Fashion" gelaufen. Von links: Werkstättenleiterinnen Kerstin Winkels und Stefanie Grißmann, die "Models" Alissa und Celine mit einem Freund sowie Stella, Kreativleiter Leo Oswald und die Mädchen Marlene, Jolene, Laura, Sophie und Katharina. © Bohmann/Andrew Rinkhy

40 Mädchen und zehn Burschen als Models

Neben Stella sind noch rund 40 weitere Mädchen und etwa zehn Jungs als Models am Laufsteg zu sehen. Dabei hat nicht die Figur eine Rolle gespielt, sondern die Ausstrahlung der Jugendlichen zwischen 14 und 23 Jahren. Sie alle haben sich freiwillig gemeldet und waren teilweise schon oft mit dabei. Für Stella war es bereits das achte Mal. "Viele der Kleider, die ich tragen durfte, würde ich auch privat anziehen. Vielleicht nicht auf die Uni. Aber zu einem Faschingsball oder in der Disko", erzählt sie.

Die Wirkungsstätte der Werkstättenleiterinnen. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Nähmaschine und Kleiderstangen

Auch die 16-jährige Schülerin Celine war eine der Auserwählten. Mit Hilfe der Werkstättenleiterinnen Stefanie Grißmann und Kerstin Winkels probierte sie zuerst ein Outfit mit zig angenähten roten Rosen auf den Schultern an. Oswald und seine Assistentin Kritsch waren aber nicht überzeugt. Gemeinsam mit Grißmann und Winkels durchforsteten sie immer wieder die Kleiderstangen, die sich unter dem Gewicht der vielen Modelle krümmten. Stets ist es eng in diesem etwas abgeschirmten Bereich des Dachbodens. Bügelbrett und -eisen sowie zwei Nähmaschinen, ein Schneidertisch und Unmengen an Stoffbahnen, Knöpfen, Garnen und Nadeln für kleine Anpassungen müssen ja auch irgendwo Platz finden. Celine ist nicht besonders groß und hat eine sehr zarte Figur. Erst das dritte Kleid schien zu passen und sie nicht zu "erschlagen". So wurde es ein Modell aus der "Cocktail"-Gruppe, in dem sie wie Alice aus "Alice im Wunderland" aussah. Schuhe fanden sich jedoch bei der Anprobe keine, da Celine mit Größe 35 ungewöhnlich kleine Füße hat. Celine: "Aber bis zur Show wurden sie dann von Leo organisiert."

Leo Oswald und Assistentin Claudia Kritsch notierten sich die nächsten Arbeitsschritte. © Bohmann/Andrew Rinkhy

Letzte Arbeiten vor der Show

Nach dem Fitting und bis zur Modeschau gibt es meist noch einiges zu tun. Letzte Besorgungen sind zu machen, Proben stehen an, kleine Anpassungen sind umzusetzen und Längen abzugleichen. Das war auch heuer so. "Ja, da steckt immer viel Arbeit dahinter. Aber ich organisiere die Show jetzt schon so lange, und jedes Jahr bin ich von neuem überwältigt von den jungen Talenten. Es bereitet mir eine riesige Freude, mit den jungen Menschen ihre Modevisionen auf den Laufsteg zu bringen. Auch 2018 wieder", so Leo Oswald.

Mit "Kids in Fashion" rücken die Wiener Jugendzentren junge Modevisionen ins Rampenlicht: Auch dieses Jahr hatten Kinder und Jugendliche zwischen vier und 21 Jahren die Möglichkeit, ihre Mode-Ideen einzuschicken. Die Ergebnisse bewundern wir bei der Modenschau. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

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