Bikram Yoga ist für den Körper ziemlich fordernd. © Bohmann
Wir haben uns im Yoga Loft im vierten Bezirk umgeschaut. © Bohmann
Eine gute Lüftungsanlage sorgt für freies Durchatmen im Raum. © yogaloft_theresa schrems
Wer keine eigene Yogamatte besitzt, kann sie sich gerne im Yoga Loft ausborgen. © yogaloft_theresa schrems

Bikram Yoga: Heiße Entspannung

Sie hören das Wort "Yoga" und schon klingt das berühmte "Om" in Ihren Ohren? Was eigentlich entspannend ist, kann aber vor allem am Anfang ziemlich fordernd sein. Besonders, wenn es dabei 40 Grad im Raum hat. Hot Yoga nennt sich das. Wir haben's getestet!

Es ist noch früher Morgen, als wir das Yoga Loft im vierten Bezirk bei der Wiedner Hauptstraße betreten. Draußen herrschen frostige drei Grad und wir sind froh, schnell durch die Tür zu wohligen 28 Grad schlüpfen zu können. Wir stehen in Wiens großzügigstem und luftigstem Yoga-Studio. Was früher eine eher kahle Fabrik war, ist heute ein modern gestalteter, gemütlicher Platz zum Abschalten und Ausspannen.

Das Loft hat eine angenehme Atmosphäre. © yogaloft_theresa schrems

Die Atmosphäre macht's

Wir fühlen uns sofort wohl. Und das liegt nicht nur an der Wärme und den großen Meerbildern an der Wand, die sofort das gewisse Urlaubsfeeling hervorrufen. Sabine Utz und ihr Freund Philipp begrüßen uns freundlich. Sie haben das Yoga Loft gegründet und sind beide ausgebildete Yoga-Trainerin beziehungsweise Yoga-Trainer. Dass Yoga eine sehr beruhigende Wirkung auf Körper und Geist hat, merkt man ihnen an. Barfuß laufen sie mit aufrechter Haltung in Top und leichter Hose beziehungsweise Shorts durch den Vorraum des Lofts. Dank Fußbodenheizung gibt's keine kalten Füße.

Bikram Yoga ist eine Serie von 26 klassischen Hatha Yoga Übungen, die in einem 35 bis 40 Grad Celsius warmen Raum absolviert werden. Diese Übungen gehen auf den weltweit bekannten Yogameister Bikram Choudhury zurück. © Stadt Wien/Bohmann Verlag

Sabine erklärt uns kurz das Wichtigste. Zuerst müssen wir uns einschreiben. Das geht ganz schnell und unkompliziert. Sie fragt nach eventuellen Erkrankungen oder Kreislaufproblemen. Im Yoga-Raum selbst ist es nämlich mächtig warm. Er wird auf 40 Grad aufgeheizt bei einer Luftfeuchtigkeit von circa 40 Prozent. "Da kann einem schon einmal schwindlig werden", lacht die Trainerin. Deswegen ganz wichtig: aklimatisieren! Bedeutet im Klartext: Wir sollen uns vor Beginn der Yoga-Klasse ein paar Minuten in den Raum legen und tief durchatmen. Ein guter Rat, den wir uns später zu Herzen nehmen.

In den 90 Minuten werden die 26-Hatha-Yoga-Positionen jeweils zweimal absolviert. © Bohmann

Was passiert dabei?

Bei dieser Form von Yoga werden die klassischen 26 Hatha-Yoga-Positionen inklusive zweier Atemübungen jeweils zwei Mal durchgemacht. "Durch die Wärme im Raum wird eine bessere Muskelarbeit gewährleistet, alles ist geschmeidiger, das Verletzungsrisiko ist gleich null. Das Schwitzen erleichtert die Entgiftung des Körpers", erklärt uns Sabine, bevor wir im Umkleideraum verschwinden.

In leichten Sportsachen betreten wir nun den Hot Room. Wärmer als gedacht. Unser erster Eindruck erinnert an die tropischen Bedingungen im Regenwaldhaus in Schönbrunn. Eine Yoga-Matte inklusive Handtuch auf dem Boden ausgebreitet und schon kann es unserer Meinung nach losgehen mit dem Entspannen. Denken wir jedenfalls noch.

Wichtige Unterlage: die Yogamatte © Bohmann

Ruhige Vorbereitung

Langsam füllt sich der Raum. Sommerlich leicht bekleidete Frauen und auch der eine oder andere Mann rollen ihre Matten aus und legen sich flach hin. Kurz vor Beginn der Einheit trinken alle noch nach Belieben. Währenddessen sollte dies nur zwischen und nicht bei den Übungen getan werden. Yoga-Trainer Philipp kommt als Letzter herein und stellt sich auf das kleine Podest vor der mit Spiegeln verkleideten Wand. An der Decke entdecken wir große Lüftungsrohre, die leise vor sich hin surren. Ein wesentliches Detail der Ausstattung, wie wir zuvor erfahren haben.

"Ich selbst habe Bikram-Yoga das erste Mal in einem sehr kleinen, engen und schlecht belüfteten Raum ausprobiert. Diese Erfahrung hat mir eigentlich schon gereicht und ich wollte diese Art von Yoga für mich ad acta legen. Später hab ich es doch nochmal versucht: andere Location, anderer Trainer. Und siehe da, es hat mir gefallen, mich fasziniert. Als wir uns dazu entschlossen haben, ein eigenes Yoga-Studio aufzumachen, war eine gute Lüftungsanlage einer der wichtigsten Punkte auf meiner Liste. Die Leute sollen Birkam-Yoga schließlich genießen und sich entspannen, anstatt nach Luft zu schnappen", erzählt Philipp.

Die Mischungs aus An- und Entspannung sorgt für körperliches Wohlbefinden. © Bohmann

Dehnen und strecken

Alle stellen sich aufrecht hin, lockern ihre Muskeln. Begonnen wird mit einer speziellen Atemübung. Tief einatmen, die Hände zusammen halten, den Kopf in den Nacken legen und beim Wiederaufrichten ausatmen. Ob Sie´s glauben oder nicht, schon dabei kommt man ins Schwitzen. Das liegt aber sicherlich nur an der Hitze.

Die ganze Yoga-Einheit dauert 90 Minuten. Nach der Atemübung folgen drei Aufwärmübungen. Die Aufwärmphase ist wichtig, erst dann geht es weiter. Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt. Beine, Hüfte und Schultern werden gedehnt. So langsam gewöhnen wir uns an die Raumtemperatur und kommen eher durch die Übungen ins Schwitzen. Die haben es teilweise wirklich in sich und bedeuten eine nicht unwesentliche Kraftanstrengung. Nach 13 Positionen im Stehen folgt ein "Savasana". "Ein Savasana ist eine Entspannungsphase, bei der man ruhig auf dem Rücken liegt. Dabei wird alles das, was man sich in der stehenden Phase erarbeitet hat, gut im Körper abgespeichert. Deshalb hat Bikram-Yoga auch so einen hohen therapeutischen Wert", so Sabine.

In der sogenannten "dead body pose", der Ruhestellung, merken auch wir nun den Entspannungseffekt. Und fühlen uns bereit für den zweiten Übungsteil auf dem Boden. Nun soll vor allem die Wirbelsäule gedehnt und gekräftigt werden. Dabei wird’s tierisch: Kobra-, Kamel- und Hasenstellung lassen grüßen.

Den Abschluss bildet wieder eine Atemübung. © Bohmann

Wie es der Körper verlangt

Einmal noch anständig Hüfte und Rücken in beide Richtungen verdrehen, eine allerletzte entspannende Atemübung und schon ist es geschafft. Eineinhalb Stunden Bikram-Yoga verlangen dem Körper doch so einiges ab, dürfen wir feststellen. Erledigt, aber mit dem Gefühl, unserem Körper etwas wirklich Gutes getan zu haben, liegen wir auf der Matte. Jetzt heißt es noch kurz runterkommen und dann raus aus der Hitze. Aber bitte vorsichtig aufstehen. Unser Kreislauf hat nämlich noch Lust auf eine zweite Runde Yoga. Seine Lieblingsposition: das Ringelspiel.

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