Ganz wichtig: Den Ball sollte man direkt über dem eigenen Kopf treffen. WBH-Wien-Nachwuchstrainer Lukas Weißenbäck (rechts) zeigt, wie man die ideale Kontrolle hat. © Bohmann

 

Badminton: Die Technik macht den Unterschied

Wendigkeit, Technik, Hand-Augen-Koordination: Badminton ist ein fordernder und schneller Sport. Mit dem Freiluftspiel Federball hat der Sport wenig gemein, am besten spielt man in der Halle. Die Sport & Fun Halle Donaustadt etwa eignet sich ideal.

Der Schein trügt: Wenn man den geübten Nachwuchsspielerinnen und -spielern des WBH Wien zusieht, sieht Badminton kinderleicht aus. Tänzerische Beinarbeit, perfekte Technik und auch Ausdauer sorgen dafür, dass Badminton elegant und nahezu wie choreografiert aussieht. Bei den Anfängerinnen und Anfängern ist das nicht der Fall. Da wird eher unkoordiniert über das Feld gestolpert und die Bälle landen, wenn sie denn getroffen werden, im Nirgendwo.

Schnell wird klar: Badminton braucht Übung. Das weiß Lukas Weißenbäck vom Verein WBH Wien am besten. Der Nachwuchstrainer und Volksschullehrer spielt seit 22 Jahren und hat den Sport von der Pike auf gelernt. Diese Erfahrung gibt er heute an die Zukunftshoffnungen im Alter von elf bis 19 Jahren weiter. Die Liebe zum Spiel ist bei ihm heute so groß wie eh und je. "Badminton fordert von Schnelligkeit über Kraft bis hin zur Ausdauer wirklich alles von einem ab. Es bleibt auch immer spannend, jeder Ballwechsel ist einzigartig. Und es ist der schnellste Rückschlagsport der Welt", sagt Weißenbäck.

 

Beste Bedingungen in der Sport & Fun Halle

Wenn man geübten Spielerinnen und Spielern zusieht, kann man sich ein Staunen nicht verkneifen. Die Geschwindigkeit ist enorm und wer nicht blitzschnell auf den Beinen ist, hat keine Chance. Umso wichtiger ist es, dass Anfängerinnen und Anfänger eine solide Technik fokussieren, um die Bewegungen später flüssig und ohne viel Nachdenken ausführen zu können. Doch was braucht man, um mit dem Badminton zu beginnen? Zuerst natürlich einen Platz zum Spielen.

"In Wien haben wir das Glück, dass es einige echt gute Hallen gibt", sagt Weißenbäck. "Ich denke, die Sport & Fun Hallen sind da schon ein tolles Angebot." In Sachen Ausstattung reichen ein Schläger, ein Ball und Hallenschuhe. "Eine der schönen Sachen am Badminton ist, dass man ohne viel Aufwand loslegen kann."

Der richtige Griff

Der richtige Griff ist das Um und Auf. Man muss den Schläger so halten, dass sich zwischen Daumen und Zeigefinder ein schönes "V" auftut. Der Griff sollte stabil, aber nicht zu fest sein. Wenn man die Rückhand einsetzt, kann man auch gleich versuchen, mit dem Daumen etwas nach oben zu rutschen um etwas mehr Druck auf den Schlag zu geben. "Empfehlenswert ist, einfach mit dem Aufschlag zu beginnen und zu versuchen, den Ball so lange es geht im Spiel zu halten. Man muss ein Gefühl für den Spielablauf entwickeln", sagt Weißenbäck.

Die üblichen Fehler sind zu starre Bewegungen und mangelnde Flexibilität. Beim Badminton muss man reagieren. "Bei gewissen Bällen muss man die Schlägerhaltung anpassen", sagt Weißenbäck. Außerdem muss man immer aktiv sein, die Beine müssen sich ständig bewegen und idealerweise geht man nach jedem Schlag wieder zurück in die Mitte des Platzes. "Was mir auch auffällt, ist, dass sich viele schlecht bis gar nicht aufwärmen."

Mit Gewalt geht gar nichts

Bei den Schlägen müssen die meisten Spielerinnen und Spieler einsehen: Mit Kraft geht nichts, die Technik ist entscheidend. Das wird beim Üben überdeutlich, wenn die Nachwuchsspielerin Lena den Ball mit Leichtigkeit und in hohem Bogen von einem Ende des Platzes zum anderen spielt. Egal, wie fest wir auf den Ball gehen, das Resultat ist im Vergleich recht kläglich. Diesen Schlag nennt man Clear und er stellt Neulinge vor große Herausforderungen.

"Ganz wichtig ist, den Ball hoch über dem Kopf zu treffen und nach dem Schlag locker durchzuziehen. Vom Bewegungsablauf her ist das so, als würde man einen Ball werfen", sagt Weißenbäck. Beim Clear bleibt das Handgelenk eher gerade. Beim Smash, also dem Angriffsball, macht man eine ähnliche Bewegung, gibt aber beim Schlag einen Knick mit dem Handgelenk mit, der den Ball statt hoch und weit kürzer und schärfer fliegen lässt.

WBH ist für Interessierte offen

Eine ganz alte Frage klären wir auch noch: Ist Badminton freilufttauglich? "Nein, ist es nicht. Da denken Sie an das klassische Federballspiel, eine Urform des Badmintons. Das hat mit dem Wettkampfsport aber gar nicht mehr zu tun", sagt Weißenbäck. "Ganz zu schweigen davon, dass schon die leichteste Brise das Spiel ruiniert." Da lobt man sich die Sport & Fun Halle. Hier in der Donaustadt gibt es gleich mehrere Felder, auf denen man spielen kann, und es gibt reichlich Platz, um sich auszutoben. Die Hallenwarte sorgen auch dafür, dass der Court immer in bester Verfassung ist und man kann sich alles Equipment vor Ort ausleihen.

Falls Sie nun daran interessiert sind, Badminton selbst auszuprobieren, können Sie sich jederzeit beim WBH Wien melden. Dort sind vor allem Nachwuchstalente gerne gesehen und jede und jeder kann sich ganz leicht ein Schnuppertraining ausmachen.