Erstmals ist bei Salam Orient auch Bildende Kunst zu sehen. Tazeen Qayyum aus Pakistan ist in der Galerie philomena als artist in residence von 1. bis 31. Oktober vertreten und liefert am 17. Oktober eine Kunst- und Musik-Performance gemeinsam mit dem palästinensischen Musiker Marwan Abado. © Faisal Anwar

 

Tickets für Salam Orient 2020 gewinnen

Spannende MusikerInnen, große Namen und angesagte Newcomer aus dem arabischen Raum: Das bietet das Festival Salam Orient auch heuer wieder. Erstmals wird auch Bildende Kunst gezeigt. CLUB WIEN verlost Tickets für Tazeen Qayyum und Marwan Abado am 17.10.

Von 9. bis 19. Oktober 2020 findet die neue Ausgabe von Salam Orient an verschiedenen Spielorten in Wien statt – erstmals auch mit Bildender Kunst und zahlreichen literarischen Veranstaltungen. Außergewöhnlich ist diese Ausgabe aber nicht nur im Hinblick auf die beiden neuen Kunst- und Kultursparten im Rahmen von Salam Orient. Die Covid19-Maßnahmen haben einen Plan B erforderlich gemacht, der sich sehen lassen kann. Schon lange war das Thema "Seidenstraße" für 2020 angedacht, das einen Fokus auf die zentralasiatische Kunst- und Kultur legen sollte. Diese spannende Region muss nun aufgrund der besonderen Situation noch warten, aber die Symbolik der historischen Seidenstraße könnte dieses Jahr kaum treffender sein.

Spiegel unseres Daseins zwischen Ost und West

Die sogenannte Seidenstraße, ein dichtes Netz aus Handelswegen, ermöglichte, dass Waren, Menschen, Glaubensvorstellungen, Ideen, Sprachen und auch Krankheiten von Ost nach West und von West nach Ost, von der Pazifikküste Chinas und Russlands bis an die Atlantikküste Europas und Afrikas gelangen konnten. In gewisser Weise ist die globalisierte Welt - in Zeiten eines schrankenlosen Warenverkehrs ebenso wie in Zeiten einer globalen Pandemie - die Fortsetzung dieses antiken Handelsnetzes. Der Geist des Handels besteht im fairen Tauschen, nicht im kolonialen Rauben. In diesem postkolonialen Sinn widmet sich Salam Orient mit seinem Programm der weltumspannenden Kunst und Kultur, die über Raum und Zeit hinweg einen Spiegel unseres Daseins zwischen Ost und West darstellt.

Kunst- und Musik-Performance mit Tazeen Qayyum und Marwan Abado

Gemeinsam mit dem Kunstraum philomena+ und in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Christine Bruckbauer lädt Salam Orient die pakistanische Künstlerin Tazeen Qayyum für eine einmonatige Künstlerresidenz nach Wien ein, in der mehrere Projekte entstehen. Während des Festivalzeitraums finden eine Kunst-Performance mit Live-Musik sowie ein Workshop zu Miniaturenmalerei. Ein persönliches Kennenlernen der Künstlerin und einiger ihrer Werke ist im Rahmen eines "open studios" in der Galerie philomena+ möglich.

Gemeinsam mit  dem palästinensischen Musiker Marwan Abado präsentiert Tazeen Qayyum  in der Brunnenpassage eine ungewöhnliche Performance. Inspiriert von Marwan Abados facettenreichen Oud-Klängen und Gesang, lässt die Künstlerin zumeist am Boden zeichnend ein spontanes Wort-Mosaik auf Papier entstehen. Durch kreisförmige Anordnung und Wiederholung der Wörter, die sorgfältig gewählt sind und in ihrer Muttersprache Urdu geschrieben werden, bringt sich die Künstlerin in eine Art Trancezustand. Die poetischen Wörter haben eine vielschichtige Bedeutung, bringen immer gesellschaftspolitische Relevanz mit sich und sind darüber hinaus auch persönlicher Ausdruck der Künstlerin. Die repetitive Wiedergabe der improvisierten Live-Musik spiegelt sich auch in der grafischen Performance wider. Sie verleiht den Klängen und Wörtern tiefe Bedeutung und vermag es, den/die Rezipienten/in in meditative Reflexion zu versetzen.

Geheimnisvolle und atemberaubend schöne Musik

Das Festival an sich eröffnet die afghanische Sängerin Elaha Soroor, berühmt aus der TV Reality Show "Afghan Star", gemeinsam mit der preisgekrönten UK Formation Kefaya die 19. Ausgabe von Salam Orient im Wiener Flex. Ihre frische, lebendige Interpretation der afghanischen Volksmusik nutzen die Musikerinnen und Musiker für politischen Dialog und den universellen Kampf für Frauen. Mit dem iranischen Duo Naqsh von Gitarristin Golfam Khayam und Klarinettistin Mona Matbou Riahi, die mittlerweile in Wien lebt, verschmelzen klassische Klänge und zeitgenössische improvisierte Jazzrhythmen zu geheimnisvoller und atemberaubend schöner Musik. Der kurdisch-syrische Musiker Salah Ammo, der seit 2013 in Wien lebt, ist aus der heimischen Musikszene längst nicht mehr wegzudenken. Für Salam Orient stellt er neben langjährigen Wegbegleiter/innen und besonderen Gästen auch seine neueste Formation Wiener Diwan mit einem klassischen Streichquartett der weltberühmten Wiener Symphoniker erstmals in Wien vor.

König der bosnischen Sevdah-Musik

Die palästinensische Band 47SOUL macht derzeit mit ihrem einzigartigen Genre "Shamstep" - einer Fusion aus traditioneller Straßenmusik, elektronischen Beats und Einflüssen aus Hip/Hop, Funk und Rock - international auf sich aufmerksam. Ein ganz besonderes Highlight des diesjährigen Festivals ist ein Doppelkonzertabend mit Damir Imamović, dem "König der bosnischen Sevdah-Musik". Für sein neuestes Projekt hat der Künstler ein "All-Star" Team vereint, um die jahrhundertealten Verbindungen zwischen Sevdah und osmanischer Musik zu erkunden. Gemeinsam mit der "Wienerin aus der Vojvodina“ - der großartigen Jelena Popržan - lässt Damir Imamović in einem zweiten Set an diesem Abend ihre Wurzeln in viele neue Richtungen ranken: von Sevdah bis Aznavour.

Salam Orient 2020

  • Wann: Freitag, 9. Oktober bis Montag, 19. Oktober 2020
  • Wo: verschiedene Locations in Wien
  • Kunst- und Musik Performance mit Tazeen Qayyum und Marwan Abado: Samstag, 17. Oktober 2020
  • Wo: 16., Brunnenpassage, Brunnengasse 71/Yppenplatz
  • Weitere Infos unter www.salam-orient

 

Exklusiv für Mitglieder

Gewinnspiel
Bild zum Gewinnspiel

15. September 2020 - 11. Oktober 2020

Wir verlosen: 2 x 2 Karten für das Salam Orient Festival am 17. Oktober

Hinweis: Sie müssen eingeloggt sein, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können!

Zum Login

Teilnahmeschluss: Sonntag, 11. Oktober 2020