Otto Pollaks Lebensgeschichte und sein Café Palmhof stehen beispielhaft für die jüdische Teilhabe am Wiener Kultur- und Gesellschaftsleben. © Ilwerba GmbH, Privatsammlung Kinsky private collection Kinsky

 

"Der Wiener Cafetier Otto Pollak" im Jüdischen Museum: Karten gewinnen

Otto Pollaks Lebensgeschichte steht beispielhaft für die jüdische Teilhabe am Wiener Kultur- und Gesellschaftsleben. Die Ausstellung "Wir bitten zum Tanz. Der Wiener Cafetier Otto Pollak" erzählt davon. CLUB WIEN verlost 3 x 2 Tickets.

Das Café Palmhof befand sich in der Mariahilferstraße 135 im 15. Gemeindebezirk und wurde ab 1919 von Otto Pollak (1894–1978) und seinem Bruder Karl (1889–1943) betrieben. Die beiden Brüder machten das Palmhof zu einem populären Wiener Treffpunkt. Tagsüber wurde es als Kaffeehaus geführt, abends fanden regelmäßig Konzerte, Tanzveranstaltungen und gesellschaftliche Ereignisse wie die Fräulein-Wien-Wahl 1933 statt. Viele der Musikerinnen und Musiker, die im Palmhof auftraten, sind heute aus dem Bewusstsein verschwunden, damals waren sie Stars. Aus dem Palmhof gab es regelmäßig Live-Übertragungen durch die RAVAG (Radio Verkehrs AG).

1938 wurde das Kaffeehaus "arisiert". Die Familie Pollak flüchtete vorerst nach Gaya in Mähren, Otto und Karls Geburtsstadt. Von dort aus wurde die gesamte Familie 1943 nach Theresienstadt deportiert. Otto Pollak wurde als Kriegsinvalide - er verlor im Ersten Weltkrieg ein Bein - vor der Weiterdeportation verschont. Sein Bruder Karl wurde drei Tage nach der Ankunft nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Otto und seine Tochter Helga überlebten Theresienstadt. Das Palmhof wurde Anfang der 1950er-Jahre restituiert, Otto Pollak lehnte es jedoch ab, das Kaffeehaus weiterzuführen. Heute befindet sich in den Räumlichkeiten ein Supermarkt.

Die Ausstellung erzählt nicht nur die Geschichte des Café Palmhof, sondern auch die Lebensgeschichte Otto Pollaks. Seine Vita steht beispielhaft für die jüdische Teilhabe am Wiener Kultur- und Gesellschaftsleben. Die ausgestellten Dokumente und Objekte aus dem Nachlass von Otto Pollak lassen seine Persönlichkeit und das gesellschaftliche Umfeld wiederaufleben und erinnern an das Wien, das Ludwig Hirschfeld in seinem legendären Reiseführer "Was nicht im Baedeker steht" (1927) beschreibt.

"Der Wiener Cafetier Otto Pollak" im Jüdischen Museum

  • Wann: bis Montag, 1., Juni 2020
  • Wo: 1. Jüdisches Museum, Dorotheergasse 11
  • Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 10 bis 18 Uhr,  Freitag 10 bis 17 Uhr. Samstag und an den hohen jüdischen Feiertagen Rosh Haschana Yom Kippur geschlossen
  • Weitere Infos unter www.jmw.at

 

Aufgrund des Erlasses der österreichischen Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) ist das Jüdische Museum voraussichtlich bis einschließlich 13. April 2020 geschlossen.

 

Exklusiv für Mitglieder

Gewinnspiel
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11. März 2020 - 13. April 2020

Wir verlosen: 3 x 2 Eintrittskarten für die Ausstellung "Der Wiener Cafetier Otto Pollak" (22. 1. bis 1. 6.) im Jüdischen Museum Wien

  • Teilnahme zu diesem Gewinnspiel ist bereits geschlossen

Teilnahmeschluss: Montag, 13. April 2020